Bauen in Leobersdorf: „Wenn nicht dort, wo sonst?“

Erstellt am 02. Februar 2022 | 04:45
Lesezeit: 2 Min
Andreas Ramharter, Helga Krismer
Andreas Ramharter findet Krismers Aussage „unwürdig“. Helga Krismer hinterfragt die Bebauung in Leobersdorf.
Foto: privat, Grüne
Krismer-Kritik an Versiegelung neben B18. Ortschef verweist aber auf Bauland-Betriebsgebiet Widmung.
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Die NÖN berichtete über den Bau der neuen B&B Blumen Zentrale in Leobersdorf entlang der B18. LAbg. Helga Krismer von den Grünen kritisiert den „gewaltigen Flächenverbrauch“, der vermeidbar gewesen wäre. Denn genau gegenüber stehe ein riesiges Areal (ehemals Bloomfield) leer, das man dafür hätte nützen können, meint sie. Krismer ist überzeugt, dass es ein „Nutzungsgebot“ in NÖ für leer stehende Gebäude im Betriebs- und Industriegebiet brauche.

Leobersdorfs Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) findet Krismers Äußerungen unreflektiert. Er fragt sich, woher sie wisse, dass das Bloomfield leer stehe. Es sei im Privatbesitz und es gebe sehr wohl Nutzungen. Ramharter: „Krismer soll sich lieber um die ehemalige Kaserne in Baden kümmern, wo 40 Hektar der öffentlichen Hand gehören.“

Ramharter betont, dass das Areal entlang der B18 bis Hirtenberg seit Jahrzehnten Bauland-Betriebsgebiet sei. Einen besseren Ort für Betriebe gebe es nicht. Denn vor dem Krieg sei das Gebiet bebaut gewesen, dann wurde es zerstört und zuletzt waren dort Deponien. Umweltbundesamt und Ministerium seien sich einig gewesen, dass „Verbauen die beste Möglichkeit“ sei. Sein Ziel sei es, viele Arbeitsplätze zu schaffen – „wenn nicht dort, wo sonst?“ Zudem lobt er die verkehrstechnisch beste Anbindung.

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