Familien spielen mit Freiheitsgedanken. Am Freitag, 6. März (18.30 bis 20 Uhr), findet im Festsaal des Congress Casino ein Familienkonzert mit besonderem Programm statt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. März 2020 (03:09)
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Die jungen Musikfreunde Baden spielen mit ihren Familien gemeinsam am Freitag, 6. März im Festsaal des Congress Casinos.
Musikfreunde Baden

Die Musikfreunde Baden sind eigentlich ein Amateurorchester, welches offen ist für alle, die sich für klassische Musik begeistern, egal, ob aktiv als Musiker oder passiv Zuhörer. Im Zentrum des Vereins steht die Jugendarbeit und Musikvermittlung. Ein schöne „Erfindung“, sind dabei die Familienkonzerte, wo junge Musiker mit ihren Familien gemeinsam spielen. Das heurige Konzert wurde, auch im Hinblick auf das Beethoven-Jahr, unter das Motto „Freiheit“ gestellt.

Entwickelt wurde dabei ein neues Format: Es wird Musik und Literatur in Form eines Poetry Slams vereint. Als Stargast des Abends wird Carola Krebs mit ihrem Violoncello erwartet, am Dirigentenpult steht Anđelko Igrec und als Moderatorin konnte die Badener Philosophin Cornelia Bruell gewonnen werden, die sicher einige freiheitsliebende Gedanken haben wird. Freiheit hatten auch die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Schulstufen der Gymnasien Frauengasse und Biondekgasse. Sie verfassten entsprechend den Regeln des „Poetry Slam“ eigene Texte und aus den zahlreichen Einreichungen wurden fünf Beiträge ausgewählt, die von den Verfasserinnen vor großem Publikum im Casino vorgetragen werden.

Moderne Texte schärfen die alte Musik neu

Auf dem Spielplan stehen aber nicht nur Werke von Beethoven, sondern auch von Komponisten, die sich ebenfalls mit dem Thema Freiheit auseinandergesetzt haben. Die modernen Texte der Schüler sollen die „alte“ Musik inhaltlich neu schärfen. Ausgewählt Beethovens Ouvertüre zu „Fidelio“, wie die Ouvertüre zu „Die Entführung aus dem Serail“ von Mozart.

Weiters ist der tschechische Komponist Pavel Haas zu hören, der seine „Studie für Streichorchester“ im Konzentrationslager Theresienstadt schrieb, wo er kurz nach der Uraufführung 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Dann kommt Dmitrij Schostakowitsch, er kämpfte sein Leben lang um die Bewahrung seiner persönlichen und kompositorischen Freiheit, die im Soviet-Regime ständig gefährdet und auch real bedroht war. Carola Krebs wird den 1. Satz seines 1. Cellokonzerts interpretieren. Den Abschluss des Abends bildet „Va pensiero“, der berühmte Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi.

www.musikfreunde-baden.at