Dieses Duo ist längst Kult. Ernst  Molden und Der Nino aus Wien spielten in einer quasi ausverkauften Kulturszene.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2021 (04:17)
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Der Nino aus Wien und Ernst Molden.
Steiner, Steiner

Im Gepäck hatten die Liedermacher bei ihrem Konzert am 10. Juni eine Melange von Austropop-Covers des 2015 erschienen Albums „Unser Österreich“, „ausgewähltes, depressives Liedgut der letzten vierzig Jahre“ (Molden), Eigenkompositionen und ihre neuste Produktion „Zirkus.“ Das im März 2021 erschienene Album ist die Filmmusik zu „Ein Clown – Ein Leben“ (Regie: Harald Aue), ein Porträt des Zirkus Roncalli-Gründers Bernhard Paul.

Molden und Nino verbindet mit dem Zirkus vor allem das Los des „fahrenden Volkes“. Über 140 Konzerte spielte das Duo auf seiner „Unser Österreich“-Tour bereits.

Mit Liedern von Danzer, Ambros, Heller und weiteren verschaffen Molden und Nino einem nachdenklichen, melancholischen „Österreich“ Gehör. Es sind Geschichten von Gescheiterten, Gefühlsverkaterten und Geplagten, in denen etwas Wahres mitschwingt. Die „Zirkuslieder“ der beiden fügten sich in diese Gefühlswelt ein. Wenngleich sie mit Heiterkeit und dem Staunen auch andere Facetten des Phänomens Zirkus vertonen. Die Liedermacher verstehen es, live mit Anekdoten und einem trockenen Schmäh Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen und die Bühne allein der Musik zu überlassen. Damit brachten sie auch das Kottingbrunner Publikum zum Jubeln.