Gabi’s Naturkostladen: Luksch hört auf

Erstellt am 21. Juni 2022 | 05:14
Lesezeit: 3 Min
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Gabi Luksch glaubt, in ihren drei Jahren „einen großen Beitrag für die Umwelt und auch für Kottingbrunn geliefert“ zu haben.
Foto: David Steiner
Gabriele Luksch schließt ihr Geschäft mit 31. Juli. Neue Aufgabe im Sozialbereich.
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Gabi Luksch gab vorige Woche bekannt, „Gabi’s Naturkostladen“ mit 31. Juli zu schließen. Dort konnten Kunden regionale, nachhaltige Lebensmittel unverpackt erwerben. „In erster Linie war es der Kundeneinbruch von fast 75 Prozent im Laufe der letzten 1,5 Jahre, die mich dazu bewogen haben mein Geschäft zu schließen“, erklärt sie der NÖN.

Den Schritt zur Nahversorgerin bereue sie nicht. Sie habe in den drei Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet. „Ich glaube nämlich nicht, dass es die Teuerungsrate ist, die mir meine Kunden verschwinden hat lassen.“ Sie stellte fest, dass sich nach jedem Lockdown das Einkaufverhalten veränderte. „Ein Großteil wollte möglichst in kurzer Zeit alles einkaufen. Kurze Verweildauer im Geschäft für eine hohe Effizienz.“ Das war in ihrem Konzept nicht möglich. Hinzu kamen die vielen Bauernmärkte, die viele Kunden abgezogen hätten.

Luksch meint: „Fakt ist, das es in Kottingbrunn auf Dauer nicht geklappt hat. Das heißt für mich aber auch, dass die Wichtigkeit für einen plastikfreien und nachhaltigen Einkauf in Kottingbrunn noch nicht genug angekommen ist.“ Ihre positiven Erfahrungen sind, vielen Menschen das plastikfreie Einkaufen nahe gebracht und gezeigt zu haben, „wie man mit wenig Aufwand viel erreichen kann.“

„Ich bedanke mich hiermit bei allen Kunden, die mir bis zum Schluss die Treue gehalten haben.“
Gabriele Luksch

Sie habe viele Gespräche geführt, konnte Menschen auch in Ernährungsfragen helfen und die ein oder andere Märe aus dem Weg räumen. „Ich bedanke mich hiermit bei allen Kunden, die mir bis zum Schluss die Treue gehalten haben.“

Privat sei sie schon seit zwei Jahren in Pension, „aber nur auf dem Papier“, wie Luksch betont. „Meine neue Aufgabe wird sein, mich sozial schwachen Menschen zu widmen. Das kann ich im sozial betreuten Wohnen im Wohnverbund Baden voll und ganz, wo ich schon seit Mai 2021 einige Stunden im Monat tätig bin.“ Ab Juli hat man ihr die stellvertretende Heimleitung angeboten und sie habe dieses „mit Freude“ angenommen.

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