Kassasturz im Wasserschloss. Der Kottingbrunner Gemeinderat beschloss den Rechnungsabschluss des Pandemiejahres 2020. Bürgermeister ist zufrieden.

Von David Steiner. Erstellt am 10. April 2021 (04:23)
Am 30. März traf der Gemeinderat zu seiner ersten Sitzung nach der Konstituierung Ende Jänner zusammen.
Steiner, Steiner

Nach einem Jahr Corona-Pandemie wurde nun auch im Wasserschloss Bilanz über die Gemeindefinanzen gezogen. In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag, 30. März, lag der Rechnungsabschluss 2020 zum Beschluss vor.

Im Ergebnishaushalt verzeichnete die Marktgemeinde 14.391.753 Euro an Erträgen und rund 14.102.181 Euro an Aufwendungen. Nach Zuweisungen und Entnahmen aus den Haushaltsrücklagen ergab sich ein Nettoergebnis von rund 431.286 Euro. Für Bürgermeister Christian Macho (ÖVP) zeige das Ergebnis, dass die Gemeinde „wirtschaftlich gut dastehe“, weiterhin sei es aber geboten, sparsam zu agieren. 2020 betrug die Verschuldung der Gemeinde unter Berücksichtigung der Haftungen in Zusammenhang mit der Kottingbrunn BetriebsgesmbH saldiert rund 3,2 Millionen Euro. Die direkten Gemeindeschulden folgten im letzten Jahrzehnt einem sinkenden Trend.

Positiv strich Macho hervor, dass ab 2010 die Amtsleitung und auch bereits sein Vorgänger Andreas Kieslich (SPÖ) die Strategie verfolgen, jährlich Rücklagen aufzubauen, um eine Basis für größere Investitionen, wie aktuell die Hauptstraßensanierung, zu schaffen. Der Beschluss fiel nahezu einstimmig. Einzelne Gemeinderäte enthielten sich ihrer Stimme, darunter etwa Wolfgang Muhsger (NK), der sein Mandat seit Jänner 2021 ausübt und somit auf vorangehende Beschlüsse keinen Einfluss hatte, wie er argumentierte. Detaillierte Finanzdaten zu Kottingbrunn sind auch unter www.offenerhaushalt.at zu finden, ein Transparenzprojekt des KDZ Zentrums für Verwaltungsforschung.