Mit neuem Märchen-Buch über die Welt lernen. Mit ihrem neuaufgelegten Märchenbuch will Juliane Loydold aus Kottingbrunn Kinder zum Nachdenken anregen.

Von David Steiner. Erstellt am 26. November 2020 (04:33)
Die Natur inspiriert Juliane Loydold auch in der Malerei.
Steiner

Schon länger hegte die Künstlerin und Autorin Juliane Loydold den Wunsch, ihr erstmals 1987 veröffentlichtes Märchenbuch „Das Teichmännchen von Kottingbrunn und andere Erzählungen“ neu aufzulegen. Über die Jahre verkaufte sie im Eigenverlag 1.400 Stück des Buches, das sie selbst illustrierte.

Im Lockdown im heurigen Frühjahr fand sie schließlich die Zeit und Ruhe, ihr Werk zu überarbeiten.

In ihrem Buch greift Loydold reale Schauplätze, Geschichten und Erlebnisse auf und strickt sie zu fiktiven Erzählungen und Märchen weiter. Im Hintergrund stehen Fragen des Umweltschutzes, Tier- und Kindeswohls. Es sind Themen, die der Autorin selbst auf der Seele brennen. Wichtig sei es ihr, Ungerechtigkeiten nicht hinzunehmen. „Ich habe reale Probleme in Märchen gewickelt und Lösungen gesucht. Auch wenn sie nicht immer realisierbar sind, so will ich doch Denkanstöße geben“, erklärt die Autorin. Eine Erzählung handle etwa von einer Familie, die ausgesetzte Tiere rettet und einen Zirkus gründet. Eine andere von einem Hasen, der auf einer Müllhalde genießbare Lebensmittel und intaktes Spielzeug findet.

Weitere Schauplätze der Märchen sind der Schlosspark Kottingbrunn, die Lobau, oder die Bärenschützklamm. Was bei aller Ernsthaftigkeit nicht fehlen darf, ist der Humor und eine gewisse Heiterkeit, mit der Loydold ihre Märchen erzählt. Die überarbeitete Auflage des Buchs ist im „myMorawa“-Verlag als Taschenbuch, Hardcover und E-Book erhältlich.