Region trauert um Josi Mold

Erstellt am 03. Februar 2022 | 04:52
Lesezeit: 3 Min
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Dorferneuerungsobmann Richard Huf und Josi Mold bei der Spendenübergabe für die Feuerwehrjugend Kottingbrunn im Dezember des Vorjahres. Das Geld nahm FF-Kommandant-Stellvertreter Michael Kantner in Empfang.
Foto: David Steiner
Geld für hilfsbedürftige Menschen oder Tiere zu sammeln lag Josi Mold aus dem Industrieviertel besonders am Herzen.
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„Zusammenhalt und soziales Engagement sind in dieser herausfordernden Zeit etwas ganz Wichtiges geworden“, das betonte die Freiwillige Feuerwehr Kottingbrunn am 2. Dezember des Vorjahres, als OP-Schwester Josi Mold die Feuerwehrjugend mit einer großzügigen Spende unterstützte.

Am Donnerstag, 27. Jänner, ist die Krankenschwester mit Leib und Seele ihrer Krebserkrankung, die sie Ende 2020 diagnostiziert bekam, erlegen. Die 1956 Geborene hat sich ihr ganzes Berufsleben im Landesklinikum Mödling für das Wohl ihrer Patienten eingesetzt und sich für ihre Kolleginnen und Kollegen als Betriebsrätin engagiert. Mit der Feuerwehr fühlte sich die aus Gloggnitz stammende OP-Schwester ihr ganzes Leben lang verbunden.

Noch im Oktober organisierte die leidenschaftliche Barbie-Puppensammlerin eine Barbie-Ausstellung samt Flohmarkt im Gemeindesaal von Kottingbrunn. Der Eintritt war frei, die Ausstellung zwei Tage lang geöffnet. Ersucht wurde lediglich um eine freie Spende. Noch im Oktober gab Mold ihre Pensionierung öffentlich bekannt und es war ihr ein Bedürfnis, „mich in der NÖN bei all meinen Patienten zu bedanken und zu verabschieden, da ich ohne sie niemals diese Erfahrungen gemacht hätte, die mich zu der Person reifen ließen, die ich jetzt bin“. Ihr 50-jähriges Dienstjubiläum feierte sie am 11. September 2021.

Dass sie ihre Barbie-Puppen in Kottingbrunn präsentieren konnte, ist auf ihre Freundschaft zu der Schriftführerin des Dorferneuerungsvereins Susi Panzenböck zurückzuführen. Sie erzählt: „Ich habe Josi durch meine jahrelange Tätigkeit, Flohmärkte für den Tierschutz zu organisieren, seinerzeit in Wiener Neudorf kennengelernt. Sie war eine große Tierfreundin, beherbergte in ihrem Elternhaus in Gloggnitz eine große Schar Katzen. Seit dem waren wir mit unserem Engagement, Flohmärkte für karitative Zwecke auf die Beine zu stellen und einer gewissen Sammelleidenschaft, etwa für Teddybären, miteinander verbunden. Der Saal im Kottingbrunner Gemeindezentrum hat ihr sehr gut gefallen.“ Obmann Richard Huf sagt über die Verstorbene: „Ich habe Frau Mold zuvor nicht gekannt, aber ich habe sie während der Barbie-Ausstellung als eine sehr angenehme und couragierte Person kennengelernt.“

Aus privater Kassa 400 Euro dazugelegt

Rund 1.000 Euro kamen an Eintrittsspenden zusammen, „Frau Mold hat dann aus ihrer eigenen Kasse noch mal 400 Euro dazugegeben, damit konnten wir 1.500 Euro an die Feuerwehrjugend übergeben“, sagt Huf. Ihre Verbundenheit zur Feuerwehr rührte daher, „weil ich einmal eine Hochwassersituation bei mir in Gloggnitz erlebt habe, bei der mir niemand geholfen hat außer die Feuerwehr“, erzählte Mold im Herbst der NÖN.

Die Beerdigung findet in Gloggnitz am Freitag, 4. Februar, um 15 Uhr am Bergfriedhof statt.

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