Randale im Rausch hatte Nachspiel. Unterbringung in Anstalt und 18 Monate Haft für psychisch Kranke. Urteil nicht rechtskräftig.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 24. März 2021 (02:34)
Schon einige Gläser zuviel hatte eine Frau getrunken, bevor sie zu randalieren begann. Artem-Fuma
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Eine 45-jährige Frau stand wegen verschiedener Straftaten, die sie im Vollrausch begangen haben soll, vor Gericht. Die polizeibekannte Frau soll am 31. Dezember vor dem Haus eines Verwandten so lange randaliert haben, bis die Polizei erschienen ist. Als die Beamten sie wegbringen wollten, leistete die Angeklagte heftigsten Widerstand. Ein Polizist berichtet: „Sie lief zuerst von uns weg, dann auf die Straße vor ein Auto. Es gelang uns dann, sie in einem Buswartehäuschen zu umkreisen und dort festzuhalten, bis das Rote Kreuz kam.“

Um sie allerdings in den Rettungswagen zu bekommen, waren alle anwesenden Beamten nötig, weil sich die Frau derartig wehrte. „Sie trat, schlug und spuckte um sich und versuchte zu beißen.“ Glücklicherweise war die Frau nicht, wie sie damals behauptete, an Corona erkrankt. Sie wurde zuerst in die Psychiatrie und dann in die Haftanstalt eingewiesen.

Vor Gericht führte ein psychiatrischer Sachverständiger aus, dass die Frau durch den Alkohol hirn-organische Schäden erlitten hat, und deshalb auch geistig sehr abgebaut habe. Er empfahl eine Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher.

Das Urteil, nicht rechtskräftig: 18 Monate Haft plus Unterbringung in der besagten Anstalt und Widerruf einer bedingten Haftstrafe.