Kottingbrunn

Erstellt am 27. September 2018, 17:23

Talent hebt ab: Emma-Mo stürmt die Charts. Die 21-jährige Kottingbrunnerin Monique Mathis entert mit neuem Namen und der ersten Single die iTunes- und Dance-Charts.

Die Kottingbrunnerin zeigt ihren neuen Stil.  |  Kidizin Sane

„Wäre ich nicht sitzen geblieben, würde ich jetzt wohl keine Musik machen“, meint Emma-Mo. Die Kottingbrunnerin heißt mit bürgerlichen Namen Monique Mathis, NÖN-Leser erinnern sich: Erst vor Kurzem stürmte sie mit einer Coverversion von „Amoi segn ma uns wieder“ die Klickcharts. Jetzt scheint sie diesen Erfolg zu toppen: Auf iTunes schaffte sie es mit ihrem eigenen Hit „Schieb mir die Wolken“ unter die Top 20, in den Dance Charts gar unter die Top 10.

Vor drei Jahren stolperte die heute 21-Jährige in der Schule. Sie merkte, dass sie Mathe nicht so sehr interessierte. Dafür verliebte sie sich in die Musik - zum Leidwesen ihrer Noten.

„Es war eine schwierige Zeit. Während andere Party machten, musste ich für die nächste Prüfung lernen“

Heute lacht Emma-Mo über das kleine Tief in ihrem Leben. Sie ist der Phase sogar dankbar: „Es war eine schwierige Zeit. Während andere Party machten, musste ich für die nächste Prüfung lernen“. Gleichzeitig merkte die Sängerin, dass alles machbar ist, solange man diszipliniert daran arbeitet. Diese Disziplin übertrug sie auch auf ihre Musik.

Emma-Mo setzt selbst den Stift an ihren Lieder an 

„Ich habe zwar ein kleines Team um mich, dem ich bei den Texten vertraue. Das letzte Wort habe aber immer ich. Das ist mir auch wichtig. Es sind ja meine Songs“, so die Sängerin. Emma-Mo beschloss, dass Coversongs nichts für sie sind. Es waren nämlich nicht ihre Geschichten, nicht ihre Erinnerungen. Emma-Mo hatte selbst etwas zu sagen. Sie wollte mitreden. Und sie wollte raus aus ihrer „kleinen, heilen Welt“. Ihr Zuhause? Kottingbrunn. Idylle pur. Dort fühlt sich die 21-Jährige wohl, dort ist sie Daheim. Jedoch war für sie immer klar: Um etwas zu erreichen, muss sie aus ihrer Komfort-Zone raus. Der dazugehörige Soundtrack: „Ich schieb mir die Wolken“ – ihre erste Single.

„In dem Song geht es darum, etwas Altes zurückzulassen. Gleichzeitig wagt man den Schritt in etwas Neues, in etwas Leeres“, beschreibt Emma-Mo. Zwei Jahre lang tüftelte sie an dem Song. Konkret wird sie bei einer ganz bestimmten Sache: „Ich möchte irgendwann in der Jury von ‚The Voice of Germany‘ sitzen.“ Sie selbst nahm schon an der Show teil, bekam kurz vor den TV-Aufzeichnungen jedoch eine Absage.

„Ich möchte irgendwann in der Jury von ‚The Voice of Germany‘ sitzen“

Doch auch diese Erfahrung machte Emma-Mo nur noch stärker: „Ich möchte auch ein Vorbild für junge Menschen, aber allen voran für junge Frauen sein. Es ist nicht immer leicht, aber wenn man fest an sich selbst glaubt, dann ist alles möglich.“ Und genau dafür steht die 21-jährige Sängerin. Sie möchte zeigen, dass man keine etablierten Songwriter und Produzenten braucht, um Erfolg zu haben. Manchmal reicht auch eine junge Frau und eine einfache Vision.