Badner Parkraumkonzept: „Für Arbeitnehmer keine Erfolgsleistung“

Erstellt am 30. März 2022 | 05:42
Lesezeit: 2 Min
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Simone Komoli ist vom evaluierten Konzept nicht überzeugt.
 
Foto: Foto: privat/Pixabay_Igor Saveliev
Simone Komoli ist jene Frau, die 8.500 Unterschriften gegen das neue Parkraumkonzept gesammelt hat.
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Die NÖN hat nachgefragt, wie sie die Evaluierungsergebnisse bewertet.

NÖN: Können Sie Verbesserungen am Kurzparkzonensystem erkennen?
Simone Komoli: Nein leider, denn wenn am Samstagvormittag in der Grünen Zone keine Gebühr zu zahlen ist und eine neue Monatsgebühr von 65 Euro (jährlich 780 Euro) in der Grünen Zone eingeführt wurde, dann ist das für Arbeitnehmer keine Erfolgsleistung.

Was wären ihrer Meinung nach tatsächliche Verbesserungen gewesen?
Komoli: Eine Rücknahme der hundertprozentigen Erhöhung in der Blauen Zone und nach der Pandemie eine Erhöhung in kleinen Schritten in Absprache mit den Wirtschaftstreibenden! Weiters eine Schaffung zusätzlicher Parkplätze fürs Zentrum statt einer Reduzierung. Keine Grüne Zone, und wenn diese tatsächlich unvermeidlich ist, dann darf diese nicht mehr als 40 Euro im Jahr für Anrainer kosten.

Ab welchem Zeitpunkt hätte man die Anrainer miteinbeziehen müssen?
Komoli: Sofort, ab Beginn der Ausarbeitung der Grünen Zone im März 2021. Deren Planung und Einführung hätte durch Info-Veranstaltungen mit Anhörungen der Anrainer und Mitspracherecht eben dieser erfolgen müssen.
Bekommen Sie nach wie vor Zuschriften von Badener Bürgern?
Komoli: Ja, jeden Tag. Durch die hohe Anzahl von Anfragen und Beschwerden bin ich aber mit der Beantwortung gute zwei Wochen hinterher. Sehr verärgert sind die Briefschreiber auch deshalb, weil sie von der Stadtgemeinde keine Antworten bekommen.

Wie artikulieren sich die Bürger in diesen Schriften?
Komoli: Sie sehen sich als Melkkuh der Badener Regierung und sehen eine Gefährdung von Arbeitsplätzen und fürchten, dass die Badener Geschäftsleute um ihren Umsatz gebracht werden. Anrainer, Wirtschaftstreibende und Pendler sind zum größten Teil sehr unzufrieden mit diesem Vorgehen! Und dem entsprechend sind Badener Wirtschaftstreibende und Arbeitnehmer weiterhin höchst unzufrieden.

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