Otto Knoll: Landesausstellung im Triestingtal?. Kulturpreisträger Otto Knoll schildert, warum er sich so intensiv mit dem Triestingtal beschäftigt.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:16)
Kulturpreisträger Otto Knoll.
Holzinger.Presse

Seit über 25 Jahren beschäftigt sich Otto Knoll, beheimatet in Klosterneuburg, mit der Wienerwaldregion, wobei ihm ganz besonders das Triestingtal, also der südlichste Teil des Wienerwaldes, ans Herz gewachsen ist.

Hier hat er sich bereits einen Namen mit seinen Rosswallfahrten gemacht, so fand auch der von ihm initiierte „Stephani-Rritt“ am 26. Dezember heuer unter verschärften Auflagen statt. Im NÖN-Gespräch schildert er, was ihn dazu veranlasst hat, sich intensiv mit dieser Region zu beschäftigen.

Jüngster Träger des Kulturpreises

„Als mir 1996 der Klosterneuburger Kulturpreis – als bis dahin jüngster Preisträger dieser Auszeichnung – verliehen wurde, ist in mir die Idee gereift, mich mit der Kultur meiner Heimatregion intensiver zu beschäftigen. Seit dieser Zeit habe ich mir durch Feldforschung, Quellen- und Literaturstudium und durch persönliche Kontaktpflege einen Wissensschatz angeeignet, der mir neue Perspektiven erschließt.“

Otto Knolls Idee ist es, mit Jagdgöttin Diana als Zugpferd, ins Jubiläumsjahr 2033, der erstmaligen Erwähnung von Berndorf vor 900, Jahren zu ziehen.
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Für Knoll ist die Kultur die inspirierende Basis, um die Gegenwart und die Zukunft aller Lebensbereiche mit Nachhaltigkeit einer Region und eines Landes gestalten zu können. So habe er in seinem Buch „WallfahrtsWeg WienerWald“ erstmals alle Wallfahrtsorte des Wienerwaldes in seiner Gesamtheit dargestellt und in Form eines Rundweges alle Wienerwaldwallfahrtsorte miteinander verbunden.

Als Bundeskulturreferent des Österreichischen Pferdesportverbandes liegt es ihm am Herzen, die Bedeutung des Rosses aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive für den sozialen, sportlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich zu erschließen. 2012 fand die erste Pferdewallfahrt mit großem Erfolg im südlichen Wienerwald statt.

Die Beschäftigung mit der Geschichte führte dazu, dass 2014 der „Stephani-Ritt“ nach Schwarzensee „aus der Taufe gehoben wurde“. 2015 organisierte er eine Tagesfahrt „Kultur und Pferd im südlichen Wienerwald“, welche die oft unbekannten pferdekulturellen Schmankerln vermittelte.

Landesausstellung zum Thema Pferd

Für die Zukunft schwebt Knoll eine niederösterreichische Landesausstellung zum Thema Pferd in Berndorf vor.

Er führt aus: „Die vom Künstler Caspar von Zumbusch geschaffene Skulptur ‚Diana zu Pferd‘ in der Stadt Berndorf von 1908 ist ein besonderes Kleinod für Pferde- und Kulturliebhaber zugleich. Diese Bronzestatue war prominent bei der 1. Internationalen Jagdausstellung in Wien im Jahr 1910 und später vor dem damals existierenden NÖ Jagdmuseum in Marchegg aufgestellt. Für mich ist ‚Diana zu Pferd‘ die Inspiration gewesen, unlängst die Stadt Berndorf auf das große Jubiläum 2033, der 900-jährigen erstmaligen urkundlichen Erwähnung, aufmerksam zu machen. Dabei habe ich die Idee unterbreitet, für dieses Jubiläumsjahr die Austragung einer NÖ Landesausstellung anzupeilen.“