Kulturpreis für Herzl. Der langjährige künstlerische Leiter der Bühne Baden wurde mit dem Kulturpreis der Stadtgemeinde Baden ausgezeichnet.

Von Philipp Kienzl. Erstellt am 16. Juni 2014 (09:48)
Badens Kulturpreisträger (von links): Helmut Schwarzer, Günter Gmeiner, Robert Herzl, Egbert Zedtwitz, Cornelia Hübsch, Günther Schützl, Karl Maria Kinsky, Christian Bazant-Hegemark und Casino-Direktor Edmund Gollubits — am Foto mit Bürgermeister Kurt Staska. Foto: PSB/CD
NOEN, Christian Dusek
Baden und Kultur: Zwei Begriffe, die untrennbar miteinander verbunden sind. Die Stadt, in der dereinst Ludwig van Beethoven residierte, zählt auch fast zwei Jahrhunderte später zu den Speerspitzen im österreichischen Kulturbetrieb.

Jahrzehntelange Erfahrung im Kunstbetrieb

Mittlerweile seit 1964 werden die auf den 2012 verstorbenen Altbürgermeister Viktor Wallner zurückgehenden Kultur- und Würdigungspreise verliehen.

Heuer wurde der langjährige künstlerische Direktor der Bühne Baden, Robert Herzl, mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet. Herzl, in Graz geboren, blickt auf jahrzehntelange Erfahrung im Kunstbetrieb zurück: Nach der Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar und Stationen im In- und Ausland, übernahm er 2005 die künstlerische Leitung an der Bühne Baden.

Herzl legte Wert auf Tradition und Moderne

In seiner Ära blühte Baden als DIE Operetten-Metropole weiter auf, daneben setzte Robert Herzl Akzente im Bereich Musical. Mit großem Erfolg und vor ausverkauftem Haus spielten internationale Musicaldarsteller Welthits wie „Evita“, „Les Misérables“, „Jesus Christ Superstar“ und zuletzt „Der Mann von La Mancha.“

Weiters bewies Herzl auch als Opernliebhaber Gespür fürs Publikum: Im Zweijahres-Rhythmus gelang es ihm, auch vermeintlich „schwere Kost“ sehr erfolgreich zu vermitteln.

„Robert Herzl ist es auf tolle Art gelungen, den internationalen Ruf Badens als Operettenmetropole zu festigen und für eine größere Programmvielfalt zu sorgen“, würdigte Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) die Leistungen des Theaterprofis.