Besucherzentrum in Baden als „Anlaufstelle für alle“. Fotofestivalshop-Leiterin freut sich über heurigen Erfolg und lädt zu Aktionswoche.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. September 2019 (03:59)
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Sabine Nedved freut sich mit Mitarbeiterin Renate Steger über eine erfolgreiche Festivalsaison 2019.
Fussi

Nur noch wenige Tage lang sind die Bilder von Europas größtem Fotofestival „La Gacilly Baden Photo“ in der Stadt zu bewundern. Bis 30. September läuft es und hat der Shop im Besucherzentrum geöffnet. Dessen Leiterin, Sabine Nedved, freut sich über den Erfolg.

„Wir sind bei den Zahlen eindeutig über dem Vorjahr, es ist eine positive Entwicklung“, meint sie. Besonders habe sich der Service-Charakter des Besucherzentrums etabliert. „Wir sind Anlaufstelle für alle Gäste in Baden“, sagt Nedved, „und geben gerne unser Hintergrundwissen weiter.“

Viele Festivalbesucher würden vorbeikommen, „um ihre Begeisterung auszudrücken“, erzählt Nedved. Sie „wünschen sich, dass das Festival weitergeht“ und freuen sich aufs nächste Jahr Und viele „haben die Erkenntnis gewonnen, dass ein Besuch zu wenig ist, nachdem die ganze Stadt eingebunden ist“, meint Nedved.

Das sei ein Anreiz, mehrmals zu kommen. „Wir geben Tipps und begleiten sie. Die kleinen Geschichten hinter der Ausstellung finden die Kunden sehr gut“, weiß Nedved, die als Ur-Badenerin viel über die Stadt zu erzählen weiß.

Besonders wichtig sei Mundpropaganda. „Heuer haben wir ausschließlich positive und begeisterte Rückmeldungen“, freut sie sich. Viele Gäste haben die Ausstellungen zum Anlass genommen, einmal nach Baden zu kommen „und sie stellen die Schönheit der Stadt fest, die Gartenkunst und das Gesamterlebnis, das bei uns so besonders ist“. Das Festival sei ein wichtiger Tourismusfaktor: „Viele reisen für ein paar Tage an, um sich in Ruhe umschauen zu können.“

Große Aktion in der letzten Festivalwoche

Das Besucherzentrum habe sich auch als Standort eines gut sortierten Buchangebots etabliert. „Viele Fotografen gaben uns Bücher aus ihren persönlichen Beständen“ – sogar ausgewählte Buchhandlungen fragen an, da manche Exemplare nur mehr hier erhältlich sind.

In der letzten Festivalwoche sei eine große Buchaktion geplant, da nächstes Jahr mit der neuen Ausstellung wieder neue Bücher angeboten werden. Auch viele Magazine gibt es in der letzten Woche ermäßigt. Bei Interesse an bestimmten Fotografien leite man das weiter. „Die Fotorechte sind ja klar geregelt. Wir sind die Schnittstelle, um die Interessenten und die Künstler zusammenzubringen.“

Der Schwerpunkt der Produkte im Shop liege auf Nachhaltigkeit. „Die Rücksicht, unsere Umwelt zu schützen, ist ein wichtiger Grundsatz des Festivals.“ So habe man von Anfang an kompostierbare Tragtaschen im Verkauf. „Man merkt, dass die Bewusstseinsbildung da ist“, sagt Nedved. Der Festivalschirm sei aus Recyclingmaterial, mit dem Griff aus Bambus. Man biete bei Regenwetter Überschuhe aus Naturkautschuk an. Es handle sich dabei um Produktionen, die speziell für Baden gemacht worden sind. Neu sei auch eine Kinderecke, mit Bücher mit Lerncharakter und ökologischem Spielzeug. Viele Produkte könne man das ganze Jahr über im Online-Shop erstehen.

Nedved macht die Arbeit für das Festival ehrenamtlich, so wie viele andere Helfer auch. Hauptberuflich leitet sie den Shop des Hundertwasser-Museums im Künstlerhaus Wien. „Durch meine Kontakte und Kooperationen habe ich in Baden vieles einbringen können.“

Viele Badener freuen sich über das Festival, die Unterstützung sei groß. „Wir haben Lebendigkeit in die Stadt gebracht“, konstatiert Nedved. „Der anfängliche kritische Zugang hat sich verloren, viele Badener sind einfach stolz und fangen selbst an, mit Freunden und Gästen durch die Ausstellung zu gehen.“ Auch die Führungen würden sehr gut angenommen werden, und das quer durch alle Altersgruppen. Ein Vorteil sei, dass die Schau grundsätzlich barrierefrei sei.