Festival startet mit Weltpremiere. Präsentation des tiefsten je in Europa zu Tage geförderten Bohrkerns zum Auftakt des heurigen Fotofestivals.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:02)
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Auguste Coudray, Präsident des Festivals in La Gacilly (Frankreich), Bürgermeister Stefan Szirucsek, Silvia Lammerhuber (kaufmännische Direktorin), Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, Festival-Direktor Lois Lammerhuber und Berufsfotografen-Innungsmeister Christian Schörg mit dem Festival-Plakat 2019.
Fussi

Im Rahmen einer Pressekonferenz im französischen Auktionshaus Artcurial in Wien wurde das zum zweiten Mal in Baden stattfindende Fotofestival „La Gacilly-Baden Photo“ vorgestellt.

In Vertretung der erkrankten Landeshauptfrau würdigte VP-Landtagsabgeordneter Christoph Kainz die Erfolgsgeschichte und verwies auf die 189.000 Besucher bei der Premiere im Vorjahr. Stadt und Region würden damit ein „Alleinstellungsmerkmal“ genießen und die Bedeutung Niederösterreichs als Kulturregion unterstreichen. Kainz dankte VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek „für den Mut, das Festival nach Baden zu holen.“ Er freue sich, wenn Baden wieder „zum größten Ausstellungsraum wird, den wir kennen.“

Szirucsek betonte, dass das Festival im Vorjahr „alle Erwartungen übertroffen“ habe. Er freue sich, dass das Thema Fotografie als Kunstform in Baden „eine Heimat gefunden“ habe. Szirucsek dankte der Landeshauptfrau, die das Projekt „neugierig positiv begleitet hat“ und ihre Zusagen zur Unterstützung „stets eingehalten“ habe – „als Leuchtturmprojekt“. Mit dem neuen Thema „Hymne an die Erde“ werde gezeigt, wie „schön die Erde ist, aber auch, welche Probleme es gibt“.

Ich dankte der Landeshauptfrau, die das Projekt positiv begleitet hat und ihre Zusagen stets eingehalten hat.“ Stefan Szirucsek

Festival-Direktor Lois Lammerhuber dankte den „vielen helfenden Händen“ bei der Umsetzung des Festivals. Er informierte über den diesjährigen Ausstellungs-Weg, der eine bessere Einbindung der Infrastruktur und der Gastronomie vorsehe.

„Ausgehend vom Besucherzentrum am Brusattiplatz wird sich das Festival La Gacilly-Baden Photo 2019 in zwei großen Schleifen durch das Badener Altstadt-Zentrum sowie durch Doblhoffpark und Gutenbrunner Park erstrecken – fast 7 Kilometer“, kündigte er an – „zwischen Josefsplatz und Strandbad, zwischen Kurpark und Arnulf Rainer Museum“.

„Durch die Qualität der Fotografien ist der öffentliche Raum wertvoll geworden“

Für Lammerhuber gibt es kein anderes Festival, das sich so dem Thema Mensch und Umwelt „verschrieben hat“. Natur, Schönheit und Fotografie begründen den Erfolg des Fotofestivals, das Jacques Rocher im Jahre 2004 in seinem Geburtsort La Gacilly in der Bretagne ins Leben gerufen hat. „Durch die Qualität der Fotografien ist der öffentliche Raum wertvoll geworden“ zitierte Lammerhuber eine Bürgerin, die im Vorjahr ihre Begeisterung über das Festival bekundet „und auf den Punkt gebracht hat, was die Ausstellungen bewirkt haben“, meinte Lammerhuber.

Zum Festivalstart am 1. Juni gibt es eine Weltpremiere: Die Präsentation des tiefsten je in Europa zu Tage geförderten Bohrkerns – 8.550 Meter unter der Erde. Ganz im Sinne des Festivalmottos „Hymne an die Erde“ wird das Geologie-Juwel vier Monate lang im Besucherzentrum ausgestellt – um nach Ende am OMV-Gelände Gänserndorf wieder in die Erde gebettet zu werden. Übrigens: Der Leiter der Bohrung war ein Badener, Hermann Spörker. Mehr auf S. 46

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