Schaden auf Pottendorfer Linie wieder behoben. Ein Lkw mit Ladekran riss am Freitagnachmittag bei einem Bahnübergang in Mitterndorf an der Fischa die Fahrleitung mit. Die Pottendorfer Linie musste gesperrt werden.

Von Judith Jandrinitsch und APA / NÖN.at. Update am 05. Dezember 2020 (09:50)

Am Freitag kam es zu dem folgenschweren Vorfall bei der Pottendorfer Linie. Ein Lkw-Lenker hatte vergessen, den Ladekran zusammenzulegen und überquerte im Ortsgebiet von Mitterndorf/Fischa einen mit Schranken geregelten Bahnübergang der Pottendorfer Linie.

Dabei verfing sich die Fahrleitung mit der Greifschaufel des noch hochgefahrenen Ladekrans und riss diese mit. Dabei wurden nicht nur ein Schranken, sondern auch die Fahrleitung und der Oberbau auf mehrere hundert Meter beschädigt.

An einigen Stellen fiel diese auch in den Gleisbereich herab. Eine Anrainerin hörte einen lauten Knall, hielt Nachschau und verständigte die Feuerwehr. Wir hatten berichtet:

Der Lkw-Lenker hatte großes Glück, dass er nicht in das Strom-Spannungsfeld geriet als er ausstieg. Als die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Mitterndorf am Unglücksort eintraf, befanden sich noch einige Personen im Gefahrenbereich. Feuerwehreinsatzleiter Kommandant Alexander Richter erklärte: „Ich musste daher die Leute zuerst einmal auffordern diesen Bereich zu verlassen bzw. nicht näher zu kommen.“ 

Sofort ließ er die Einsatzstelle von seinen Kräften großräumig absperren. Ein Brandschutz wurde ebenso sofort auf beiden Seiten der Geleisanlage errichtet.

Der Schaden konnte erst näher betrachtet werden, nachdem der ÖBB-Einsatzleiter und einige Bahnmitarbeiter eintrafen und die Strom-Abschaltung veranlassten.

Die Feuerwehreinsatzkräfte unterstützen die ersten Sicherungsarbeiten. Der Schaden ist beträchtlich. Wie lange die Bahnstrecke gesperrt bleiben wird, war zunächst noch unbekannt - bis Samstagfrüh konnte der Defekt aber wieder behoben worden, der betroffene eingleisige Streckenabschnitt zwischen Gramatneusiedl (Bezirk Bruck) und der Pottendorfer Katastralgemeinde Wampersdorf sei wieder befahrbar, teilte ÖBB-Sprecher Christopher Seif mit.

Zu Verzögerungen beim Personenverkehr kam es laut Seif nicht. Der Abschnitt werde im Regelfall nur vom Güterverkehr befahren und stehe nur als Umleitung für Personenzüge zur Verfügung.