Lärm: Neue Regeln für Baden

Erstellt am 06. Oktober 2014 | 08:18
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Lärm laut Geräusch
Foto: NOEN, bilderbox.at
Baden bekommt neue Lärmschutzverordnung. Im Fokus: Musizieren, Tierhaltung, Bau- und Gartenarbeiten.
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Einstimmig wurde im Gemeinderat eine neue Lärmschutzverordnung für die Kurstadt beschlossen. „Die Änderung einiger Punkte war notwendig, da die alten Regelungen nicht mehr zeitgemäß und teilweise zu streng waren,“ begründet VP-Gemeinderat Gottfried Forsthuber.

Musikalischere Stadt durch Neuregelung

Die neue Verordnung sei „Ergebnis eines intensiven Erfahrungsaustausches des Rathauses mit der Stadtpolizei. Die Grundfrage war immer: Wie können wir unser Zusammenleben in Baden besser gestalten?“

Baden könnte durch die Neuregelung musikalischer werden: „Das Spielen von Musikinstrumenten soll zu bestimmten Zeiten erlaubt sein, sodass nicht jedes Klavier spielen zu einer Anzeige führt“, erklärt Forsthuber: „Musik hat in Baden einen hohen Stellenwert. Daher müssen wir ermöglichen, dass die Leute auch üben können.“

Fixe Plätze in der Stadt für Straßenmusikanten

Apropos Musik: Straßenmusikanten wird künftig ein bestimmter Platz in der Fußgängerzone von der Stadtpolizei zugewiesen. Dort kann dann 30 Minuten lang gespielt werden.

Auch die Tierhaltung wurde neu geregelt. „In der Vergangenheit gab es Meinungsverschiedenheiten unter Nachbarn, ob bereits das einmalige Bellen eines Hundes eine Lärmbelästigung ist oder nicht. Diese Diskussionen soll es in Zukunft nicht mehr geben“, hofft Forsthuber. Laut neuer Regelung sind „artgerechte, angemessene Geräusche“ zulässig. „Wenn ein Hund also ab und zu bellt, dann ist das völlig in Ordnung“, betont Forsthuber.

Andererseits habe es viele Beschwerden hinsichtlich der Regelung der lärmverursachenden Bautätigkeit durch Private gegeben. In der neuen Verordnung werden daher die Zeiten angeglichen. Was auch Arbeiten im Garten betrifft. „Natürlich kann auch außerhalb dieser Zeiten gearbeitet werden“, so Forsthuber: „Solange man damit niemanden belästigt.“


Auf einen Blick:

Die Lärmschutzverordnung wird neu geregelt. Hier die Eckdaten:

  • Haus- und Bauarbeiten sind von Montag bis Freitag, von 7 bis 20 Uhr gestattet, sowie samstags 7 bis 13 und 15 bis 20 Uhr (Ausnahme: Akute Gebrechensbehebung und Katastropheneinsatz). Außerhalb dieser Zeiten nur, wenn niemand gestört wird.

  • Gartenarbeiten (zum Beispiel Rasenmähen): Montag bis Freitag 7 bis 20, Samstag 7 bis 13 Uhr.

  • Musizieren: Täglich von 9 bis 13 und 15 bis 20 Uhr.

  • Musizieren an öffentlichen Plätzen: 10 bis 13 und 15 bis 19 Uhr (nach Zuweisung an einem bestimmten Platz durch die Stadtpolizei).

  • Tierhaltung: „Artgerechte, angemessene Geräusche zulässig.“

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