2022 regieren die Grafen in Bad Vöslau

Bad Vöslau offiziell ernannt. Der Fasching beginnt am 7. Jänner.

Erstellt am 17. November 2021 | 06:01
2022 regieren die Grafen
Landesgrafenpaar Elisabeth II. und Hermann I. mit Garde und „Vösi“.
 
Foto: Steiner

Ein kräftiges „VÖ VÖ“ hallte am Donnerstag, 11. November um 11.11 Uhr durch Vöslau, als Alfred Kamleitner, Präsident der Niederösterreichischen Faschingsgilden, Bad Vöslau zur Landesnarrenhauptstadt 2022 ernannte.
Die Zeremonie fand im kleinsten Rahmen im Rathaus statt. Unter den Ehrengästen begrüßten die Hausherren Bürgermeister Christoph Prinz und Vize Gerhard Sevcik (Liste) Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner, Grünen-Landessprecherin und Badens Vizebürgermeisterin Helga Krismer und Pater Stephan Holpfer, der den Grafenwein segnete.

„Humor ist in Zeiten wie diesen etwas ganz Wesentliches“ Carmen Jeitler-Cincelli

Nach der Ernennung Bad Vöslaus zur Landesnarrenhauptstadt wurden Elisabeth II. und Hermann I. (bürgerlich: Kargl) zum Landesgrafenpaar gekrönt. Das Landeszepter überreichte ihnen die Nationalratsabgeordnete und Badener Wirtschaftsstadträtin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Humor ist in Zeiten wie diesen etwas ganz Wesentliches“, betonte Jeitler-Cincelli. Die Badenerin bewies selbst Humor: „Wir haben uns heuer redlich bemüht, Landesnarrenhauptstadt zu werden. Wir haben ein eigenes Parkraumkonzept dafür.“

Das Landesgrafenpaar nahm als erste Amtshandlung den Stadtschlüssel von Bürgermeister Prinz entgegen. In ihrer Proklamation verrieten sie auch, warum in Bad Vöslau „Grafen“ regieren: „Bei uns gibt es kein Prinzenpaar, weil, wie jeder weiß, einzig unser Bürgermeister ‚Prinz‘ mit Namen heißt.“ Historisch betrachtet leitet sich der Begriff tatsächlich von den Grafen Fries ab.

„Der Fasching mit seinen Närrinnen und Narren leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, auch in schwierigen Situationen mit freudigem Blick nach vorne zu schauen“ Alfred Kamleitner

Landespräsident Kamleitner strich die Bedeutung der Freiwilligkeit und das Engagement der Faschingsgildenmitglieder für Brauchtumspflege und karitative Zwecke hervor. „Der Fasching mit seinen Närrinnen und Narren leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, auch in schwierigen Situationen mit freudigem Blick nach vorne zu schauen“, erklärte Kamleitner.