Tempo 40 heißt Ziel in Pfaffstätten. Bürgermeister Christoph Kainz macht sich für 40er stark.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 19. Mai 2021 (05:45)
Die Neuplanung der Querungshilfe auf der Landesstraße Richtung Gumpoldskirchen ist ein erster Schritt, um Pfaffstätten verkehrssicherer zu machen. Generell wünscht sich Kainz, hier mit Vizebürgermeister Victor Paar, auf Landes- und Bundesstraßen die Höchstgrenze von Tempo 40.
Jandrinitsch, Jandrinitsch

Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, hat angekündigt, Maßnahmen in der ganzen Marktgemeinde zu setzen, die temporeduzierend wirken, die NÖN berichtete.

Einer der Schritte ist der Plan, auf allen Landes- und Bundesstraßen Tempo 40 verordnet zu bekommen.

Kainz erklärt: „Wir haben das Kuratorium für Verkehrssicherheit beauftragt, ein Konzept für unsere Gemeinde auszuarbeiten, damit wir unser Anliegen auch mit den entsprechenden Argumenten untermauern können.“

Die Pfaffstättner Grünen mit Obfrau Elisabeth Rigler begrüßen generell diesen Schritt.

Rigler erklärt: „Wichtig ist, dass die Einhaltung dann auch kontrolliert wird. Mittelfristig wünschen wir Grüne uns ein ökologisch verträgliches Verkehrskonzept für Pfaffstätten, mit mehr Platz und Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer und einem 30er für das gesamte Ortsgebiet – ausgenommen natürlich die Landesstraßen mit Tempo 40.“

Die neuralgischen Kreuzungsbereiche L212/Dolph-straße sowie L212/Grenzgasse müssten entschärft werden, bei Ersterem sei kürzlich wieder ein Unfall passiert. Wie auch auf der L212 wünschen sich die Grünen im Bereich Hauptplatz Tempo 30.

Weiters fordern die Grünen: „In der Einöde braucht es einen sicheren durchgehenden Fuß- und Radweg in den Ort, derzeit ist die Verbindung nur für den Autoverkehr angelegt. Wir haben die Errichtung von sogenannten ‚Mitfahrbankerln‘ beim Bahnhof Pfaffstätten und an zwei bis drei Standorten entlang der Einödstraße und der Einöde angeregt, damit Fußgänger auf dem Weg von und zur Einöde von vorbeifahrenden Autos mitgenommen werden können. Ein durchgehender 40er oder zumindest 50er zwischen der Franz-Josef-Straße und dem Ortsende der Einöde wäre wünschenswert, geht die Strecke doch auch am Eingang des Biosphärenparks vorbei.“

Einer 30er Zone in der Ortschaft steht Kainz allerdings skeptisch gegenüber. „Ich bin für praktikable politische Lösungen, und nicht für Maßnahmen, die vielleicht getroffen werden, um einen politischen Trend mitzutragen. Die Bevölkerung trägt Tempo 40 auf den Gemeindestraßen mit. Ich glaube nicht, dass das bei Tempo 30 auch der Fall wäre.“

Umfrage beendet

  • Generelles Tempo 30 in Ortschaften?