Leobersdorfer Lichtmuseum bringt „G‘schicht vom Licht“

Das „LEUM - Lichtmuseum & mehr“ birgt Wissensschätze über das Licht, den Ort und lokales Handwerk. Bei der „Langen Nacht“ können speziell Kinder viel erleben.

David Steiner Erstellt am 19. September 2021 | 05:23

Glühende Ideen des menschlichen Erfindergeistes, maßgefertigte Zeugen Leobersdorfer Handwerkskunst und mehr als tausend Jahre alte, menschliche Überreste – all das verbirgt sich im alten Halterhaus in der Josef Haydn Gasse 2F/ Liese Prokop Platz 1.

Im Vorfeld der „ORF - Langen Nacht der Museen“ erkundete die NÖN das „LEUM - Lichtmuseum & mehr“ und so viel ist sicher: Neben neugierigen Kindern werden auch Erwachsene am 2. Oktober neues Wissen mitnehmen.

„Während die Kinder beschäftigt sind, bietet sich den Eltern eine gute Gelegenheit das Museum zu entdecken“, blickt Anna Krizan, Obfrau des Leobersdorfer Museumsvereins, voraus. Mit einem Team von rund zehn Ehrenamtlichen betreut sie das LEUM und hält es von Februar bis November an ein bis zwei Wochenendnachmittagen geöffnet.

Das erste Ausstellungsstück offenbart sich, noch bevor man einen Fuß ins Museum setzt. Das alte Halterhaus, 1187 erstmals urkundlich erwähnt, zählt zu den ältesten Gebäuden Leobersdorfs. Eine schmale Holztreppe führt ins Innere des Museums. Drei Ausstellungsräume sind jeweils einem Schwerpunkt gewidmet. Zur Rechten liegen die großteils original erhaltenen Fassbinderei- und Schusterwerkstätten zweier Leobersdorfer.

Mehr als 100 Exponate

Zur Linken widmet sich ein Raum einem Streifzug durch die Ortsgeschichte. Dort ruht auch ein Angehöriger der Awaren, ein Reitervolk, das zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert in Leobersdorf siedelte.

Letzter Schwerpunkt ist die „G‘schicht vom Licht“, die mit über hundert Exponaten vom Kienspan bis zur LED-Lampe aufbereitet wird. Besonderen Charme verleiht den Ausstellungen, dass mitwirkende Leobersdorfer in begleitenden Audioguides zu Wort kommen. So erinnert sich etwa Josef Mannsberger an seine Lehrjahre in der Fassbinderei. Es sind Stimmen von Zeitzeugen, die zum Teil schon verstummt sind, etwa jene des heuer verstorbenen Gerhard Vorauers, der über ausgestellte Lampen und sein Sammlerhobby erzählt. Im LEUM werden sie weiter gehört.