Kleinmariazell: Visionen für das Tal

Erstellt am 26. April 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
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Anette Schawerda, Sabine Bruckmüller, Jakob Fröhling, Michael Wollinger, Daniel Pongratz, Johann Miedl, Sabine Bruckmüller, Thomas Aigner und Josef Balber mit dem Bischofsstab aus dem 12. Jahrhundert, der in der Klosteranlage bei der Öffnung einer Gruft entdeckt wurde.
Foto: Dietmar Holzinger
Ergebnispräsentation Zukunftsdialog mit Präsentation von Bischofsstab.
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Unentdeckte Schätze zu bergen, begeistert viele Menschen. Einige bekannte Initiativen aus dem Triestingtal setzen sich professionell mit dem kulturellen Erbe der Region auseinander. Dabei nutzen sie für die Umsetzung und Finanzierung ihrer Projekte das EU-Programm LEADER. So auch der Verein Mariazell im Wienerwald, der im oberen Triestingtal die kulturtouristische Belebung vorantreibt.

In den letzten Jahren entstand dadurch etwa die Schatzkammer Hafnerberg oder der Berglgarten. Aktuell wird der Stiftskeller ausgebaut und ein Museums-Depot für die Sammlung der besonderen Zeitdokumente wie der Bischofsstab aus dem 12. Jahrhundert eingerichtet. Ebenso konnte im Rahmen des Zukunftsdialog Triestingtal 2030 mit Beteiligung von rund 300 Personen eine Vision für die Region entwickelt werden. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert. Gestartet wurde mit einer Führung durch Thomas Aigner mit Baustellenbesichtigung und Einblick ins Depot. Das Highlight war der Bischofsstab, der in einem Grab in unmittelbarer Nähe gefunden wurde.

„In der LEADER Region haben wir uns in den letzten Monaten mit den Herausforderungen der Zukunft im Triestingtal auseinandergesetzt und Projektideen zu Direktvermarktung, Standortentwicklung, Bioökonomie und Klimaschutz entwickelt. Erfreulich ist, dass sich auch unsere ländlich geprägten Nachbargemeinden ab 2023 beteiligen wollen“, erläuterte Leader-Obmann LAbg. Bürgermeister Josef Balber in seiner Eröffnung.

Die LEADER Region bereitet sich intensiv auf die neue Periode 2023-2027 vor. „Wir haben uns im Rahmen unseres Beteiligungsprozesses für 10 Schwerpunktthemen entschieden, weil uns in der Region sowohl wirtschaftliche als auch soziale und ökologische Themen seit vielen Jahren begleiten. Wir wollen dabei auf Kontinuität und die weitere gute Zusammenarbeit mit Partnern wie unserem Klima- und Energiemodellregionsmanager setzen“, berichtete Geschäftsführerin Anette Schawerda.

Aktuell werden die Ergänzungen in die neue lokale Entwicklungsstrategie eingearbeitet, damit die Generalversammlung der LEADER Region Triestingtal den neuen Schwerpunkten noch im April zustimmen kann. Schon Anfang Mai bewirbt sich die Region mit der neuen Strategie beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

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