„Pickerl“ für Badens Bäume

Erstellt am 17. Februar 2022 | 05:07
Lesezeit: 3 Min
bad08Amberbäume-Allee im Doblhoffpark foto_c.kollerics
Bereits im Dezember 2020 erfolgte die Neupflanzung der Allee im Schlossparterre des Doblhoffparks mit 46 Amberbäumen der Sorte Liquidambar styraciflua 'Worplesdon'. Knapp ein Jahr danach überzeugten sich Bürgermeister Stefan Szirucsek und Vizebürgermeisterin Helga Krismer gemeinsam mit Stadtrat Franz Schwabl und dem interimistischen Leiter der Badener Stadtgärten, Andreas Kastinger, von der erfolgreichen Gestaltungsmaßnahme im Doblhoffpark und ließen die Farbenpracht der Amberbäume im besonderen Ambiente des Rosariums auf sich wirken.
Foto: psb/c.kollerics
Auch Bäume brauchen Kontrolle: Stadtrat beauftrage externe Fachfirma für visuelle Begutachtung der 10.000 Stadtbäume.
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Der Badener Stadtrat beschloss kürzlich die Vergabe der visuellen Kontrolle der rund 10.000 Bäume im Stadtgebiet an den Baumsachverständigen Franz Doppler. Für das städtische Kleinklima seien Bäume von unschätzbarem Wert und trügen zur hohen Lebensqualität in der Stadt maßgeblich bei. Dieses Kapital zu erhalten, sei der „Gartenstadt und Klima-Vorzeigegemeinde Baden ein ganz besonderes Anliegen“, betont Vizebürgermeisterin und Umweltgemeinderätin Helga Krismer (Grüne) bei einer Online-Pressekonferenz.

Krismer erläutert: „Regelmäßige Bestandskontrollen fallen unter die gesetzliche Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Uns ist es wichtig, dass wir für diese Aufgabe eine kompetente Fachfirma beauftragen.“ Für Krismer sei Franz Doppler so ein Experte, der sein Wissen in der Vergangenheit mehrfach bereits bewiesen habe. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Stadtgärten haben mir mehrfach bestätigt, dass die Begutachtungen seit vielen Jahren zur vollsten Zufriedenheit erfolgt sind und Franz Doppler bestens mit dem Baumbestand sowie der Baumkataster-Software der Stadtgemeinde vertraut ist“, sagt sie. Zusätzlich liefere er „geordnete Maßnahmenlisten zum Nulltarif, auf deren Basis gezielte Baumpflege-Maßnahmen durchgeführt werden können“.

Kontrollen finden jährlich statt

Die Kontrollen der Bäume erfolgen jährlich. Kostenpunkt: 62.803 Euro, das heißt, pro Baum mache eine visuelle Begutachtung knapp über 6 Euro aus. Die Kontrollen seien genormt. „Wenn ein Baum keine Pflegemaßnahmen hat und ein stärkerer Ast fällt herunter, und das nicht zufällig oder höhere Gewalt war, sondern wirklich nicht besichtigt wurde, dann wird Stefan Szirucsek hinter schwedische Gardinen wandern und das wollen wir nicht, daher gehen wir hier ganz korrekt nach Normen vor“, schildert Krismer plastisch.

In Baden wird seit vielen Jahren ein ökologisch ausgerichtetes, nachhaltiges Grünflächen- und Waldmanagement betrieben. Im Vorjahr wurde etwa im September um 88.000 Euro die Arbeitsvergabe für 40 Bäume beschlossen. Und im Juni fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Pflanzung von 120 Straßenbäumen um 132.000 Euro. „Die Kosten für die Bäume sind daher lebensnotwendige Ausgaben für eine dynamische Stadt“, ist Krismer überzeugt.

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