Ermittlungen nach Brand in Badener Wohnhausanlage

Erstellt am 06. März 2022 | 09:26
Lesezeit: 3 Min
Zu einem mysteriösen Brand kam es Samstagnachmittag in einem Mehrparteienwohnhaus in Baden Ortsteil Leesdorf wie das Bezirksfeuerwehrkommando (BFKDO) am Sonntag berichtete.
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"Nachdem Rauch in eine Erdgeschoßwohnung eindrang, alarmierte eine Hausbewohnerin die Feuerwehr über Notruf 122. Dabei gab sie an, dass Rauch vom Keller über das Stiegenhaus heraufkommt und alles schon verraucht sei", meldete das BFKDO in seiner Aussendung.

Daraufhin wäre die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Baden-Leesdorf um 14.46 Uhr von der Bezirksalarmzentrale Baden zu einem Kellerbrand alarmiert worden. Nur wenige Minuten nach Alarm traf bereits das erste Hilfeleistungsfahrzeug vor Ort ein.

„Als wir angekommen waren, stellte sich jedoch heraus, dass nicht wie anfänglich vermutet es im Keller brannte, sondern es brannten direkt im Stiegenhaus neben der Eingangstüre im Bereich unterhalb der Postkästen am Boden abgelegte Postwurfsendungen. Hausbewohnern gelang es zwischenzeitlich den Brand mit den hauseigenen Handfeuerlöschern abzulöschen und eine ebenfalls alarmierte Streife der Stadtpolizei war bereits auch vor Ort", zitierte die Aussendung Feuerwehrkommandant-Stv. Andreas Walter von der FF Baden-Leesdorf, der mit dem ersten Fahrzeug an der Einsatzstelle eintraf.

Da im betroffenen Stiegenhaus die Brandrauchentlüftungseinrichtung direkt über einen installierten Rauchmelder angesteuert werde und diese auch ausgelöst habe, habe der Brandrauch laut BFKDO rasch abgeleitet werden können. Somit waren keine Hausbewohner mehr gefährdet.

Die Aufgabe der Feuerwehreinsatzkräfte beschränkte sich daher nun darauf, Brandgut aus dem Stiegenhaus ins Freie zu bringen, zusätzliche Abluftöffnungen zu schaffen und Kontrolltätigkeiten durchzuführen sowie die Hausbewohner zu befragen ob Wohnungen verraucht wurden. "Anfänglich wurde es verneint, jedoch musste dann doch eine leicht verrauchte Wohnung im Erdgeschoß mittels Hochleistungslüfter durch die Feuerwehr belüftet werden", so das BFKDO.

Zwei Hausbewohnerinnen wurden zur Abklärung bezüglich möglichen Rauchgasvergiftung von den Rettungskräften des RK Baden ins Spital abtransportiert. Warum die Postwurfsendungen im Stiegenhaus zu brennen begonnen hatten ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

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