Enttäuschung beim Brückenlauf. Die in der Ortswertung Erstplatzierte wurde disqualifiziert – weil sie auf der falschen Straßenseite wohnt.

Von Christian Dusek. Erstellt am 25. Mai 2019 (03:45)
Bader
Elisabeth Bader mit ihren acht Preisen der vergangenen Jahre bei der Brückenlauf-Ortswertung. Sie sei „menschlich enttäuscht“ von der Organisation.

Bereits zehn Mal ist Elisabeth Bader beim Brückenlauf angetreten, acht Mal hat sie es in der Ortswertung auf das Podest geschafft. In diesem Jahr sollte es soweit sein, laut Ergebnis war sie die schnellste Leobersdorferin – und dann die große Enttäuschung: „Zehn Minuten vor der Pokalübergabe wird mir gesagt, dass das Ergebnis ungültig ist“.

Hintergrund: Bader ist zwar in Leobersdorf aufgewachsen und auch fest im Geschehen der Marktgemeinde verwurzelt – allerdings lebt sie in Siebenhaus, das trotz immer wieder aufkommender Abspaltungsgerüchte zur Gemeinde Schönau gehört. „Ich bin menschlich derart enttäuscht, dass ich alle meine Pokale der Vergangenheit zurückgeben werde“, kündigt die Hobby-Athletin an.

Brückenlauf-Organisator und Vizebürgermeister Harald Sorger (Liste Zukunft) versucht zu beschwichtigen: „Bisher wurde nie kontrolliert, ob tatsächlich alle Teilnehmer aus Leobersdorf kommen. Der Verdacht ist heuer erstmals eigentlich wegen der Zweitplatzierten aufgekommen, die Siebenhaus als Wohnort angegeben hatte – die Postleitzahl ist ja die Gleiche.“

Und: „Wenn man ehrlich ist, wäre es nur ein halber Sieg für sie gewesen“.