Hagel schädigte Wein

In Weingärten um den Lindenberg verursachte ein schweres Unwetter große Schäden. Winzer hoffen nun auf warme, trockene Tage.

David Steiner Erstellt am 07. August 2021 | 04:01
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Winzer Reinhard Dungel, Obmann des Weinbauvereins.
Foto: WBVL

Bis letzte Woche blickten Leobersdorfs Winzer auf eine Saison ohne größere Unwetterschäden zurück. Doch die Wetterextreme dieses Sommers verschonten auch den Weinbau in Leobersdorf nicht.

„Leider haben das Unwetter und der Hagel gestern Abend große Schäden an den Weingärten in Leobersdorf und den umliegenden Gemeinden verursacht“, berichtete der Weinbauverein Leobersdorf am vergangenen Donnerstag via Facebook. Auf Fotos sind teilweise entblätterte Weinreben und aufgeschlagene Trauben zu sehen.

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Beschädigte Trauben sind anfällig für Fäulnis und Pilzinfektionen.
NOEN

„Wir rechnen je nach Weingarten mit Ausfällen von etwa vierzig Prozent, teilweise bis zu achtzig Prozent“, erklärt Winzer Reinhard Dungel, Obmann des Weinbauvereins Leobersdorf. Am Lindenberg sei das Hagelunwetter am heftigsten niedergegangen. Starker Wind habe erschwerend zu den Schäden beigetragen. Wie hoch die Hagelversicherung den Schaden einschätzt, ist noch nicht bekannt.

Die betroffenen Winzer hoffen nun auf warmes und trockenes Wetter. Sollten sich Fäulnis und Pilzinfektionen bilden, könnten diese auch gesunde Pflanzen angreifen. „Am besten wäre es, wenn die angeschlagenen Beeren eintrocknen und absterben“, erklärt der Winzer. Er selbst habe bereits Mittel gespritzt, die das Austrocknen fördern und Pilzinfektionen entgegenwirken. Letztendlich müsse man abwarten, was noch kommt. Die Saison sei noch nicht vorbei. „Wenn sich ein solches Ereignis wiederholt, dann wars das“, meint Dungel.