Nachgefragt: Robert Bigl hat den Riecher für Blumen

Erstellt am 14. August 2022 | 05:37
Lesezeit: 4 Min
Robert Bigl
Robert Bigl hat eine Leidenschaft: Blumen und Topfpflanzen.
 
Foto: Foto: Blumen B&B / shutterstock.com_LightField Studios
Seit Juni ist in Leobersdorf das Hauptquartier für Blumen B&B angesiedelt. Die NÖN fragte bei Gründer Robert Bigl nach.
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NÖN: Wann und wo haben Sie Ihr erstes Blumengeschäft eröffnet?

Robert Bigl: Mein erstes Geschäft habe ich in Baden im Jahr 1988 eröffnet. Ich erinnere mich noch sehr genau daran. Es war eine schöne und intensive Zeit. Damals habe ich anhand dieser einen Filiale wirklich alles im Blumenhandel sehr genau kennengelernt. Blumen sind ein sehr persönliches Geschenk. Den Geschmack meiner Kunden zu treffen, war mir von Beginn an sehr wichtig.

Was wollten Sie damit anders machen als andere Blumengeschäfte-Betreiber?

Bigl: Ich bin ein Perfektionist. Das wissen auch alle meine Mitarbeiter. Mir war von Anfang an wichtig, ausgezeichnete Ware zu haben und beste Beratung anzubieten. Ich selbst suche Ware aktiv aus und bin bis heute trotz der zahlreichen Mitarbeiter präsent im Geschäftsalltag. Blumen sind Zier. Blumen sind Emotion. Blumen sind Anerkennung. Aber all das sind sie nur, wenn sie eine Top-Qualität haben und wenn Topfpflanzen richtig gepflegt werden. Deshalb ist es mir eben so wichtig, dass wir nur ausgezeichnete Ware führen und unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darüber auch Bescheid wissen. Und was mir auch noch wichtig war und ist: Ich wollte und will einen für alle Seiten guten Preis machen. Ich möchte, dass der Endkunde tolle Pflanzen erhält, der Gärtner aber davon auch leben kann, wenn er mir diese verkauft. Das ist oft eine große Herausforderung!

Haben Sie Florist gelernt?

Bigl: Nein ich bin zufällig in diesem Bereich angekommen. Gelernt habe ich Koch/Kellner.

Haben Sie sich nicht manchmal gedacht, es gibt eh schon so viele Blumengeschäfte?

Bigl: Würde ich mir das denken, wäre ich nicht. wo ich bin. Ich bin davon überzeugt, dass Blumen gebraucht, gewollt und gesucht werden. Wir sind auch permanent dabei neue Standorte zu finden und zu entwickeln. Wir bringen die Blumen zu den Kunden. Unsere Auslagen sind, das ist mir auch besonders wichtig, stets voll und eine Einladung ins Geschäft zu kommen! Man darf eben in diesem Geschäft- wie auch in jedem anderen- nicht stehenbleiben. Es gibt Trends und Entwicklungen, die es zu beobachten gilt. Wenn der Kunde findet, was er sucht, wird er wiederkommen.

Unterscheidet sich Ihre Philosophie heute von der, als Sie mit B&B-Blumen begannen?

Bigl: Eigentlich nicht. Ich war und bin begeisterter Händler. Ich finde unsere Produkte großartig und unser Geschäft ist sehr vielfältig und lebendig. Ich wollte immer tolle Ware anbieten. Ich wollte immer einen fairen Preis generieren. Ich wollte immer Top-Beratung zur Verfügung stellen.

Wie gefällt es ihnen am Standort Leobersdorf?

Bigl: Leobersdorf ist ein herausfordernder Standort. Wir haben hier eine große Verkaufsfläche und auch unser Lager und Logistikzentrum ist hier angesiedelt. Zusätzlich ist es auch das Headoffice des Unternehmens. Hier läuft alles zusammen. Hier schlägt das Herz und arbeitet das Hirn von Blumen B&B. Ich bin wirklich glücklich über die Wahl dieses Standortes. Wir haben großartige MitarbeiterInnen gefunden und auch diejenigen, die hierher gewechselt sind, sind zufrieden. Blumen B&B hat hier ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen!

Spürt man auch schon im Blumenhandel die Auswirkungen der Klimakrise, also was den Bezug der Waren, die Blühzeiten der Blumen, etc., betrifft?

Bigl: Jede Krise hinterlässt Spuren. Sei es Corona, sei es das Klima. Die Frage ist immer, wie man damit umgeht. Es ist wichtig, bei einem lebendigen Produkt wie den Pflanzen nicht auf den immer gleichen Produkten zu beharren, wenn man sieht, dass sie einfach nicht mehr funktionieren. Ich versuche daher, so viel wie möglich von lokalen Produzenten zu beziehen und auch auf robuste Sorten zu achten, damit unsere Kunden lange Freude an unseren Blumen haben. Wir sind überdies auch Teil des Klimaneutralitätsbündnisses 2025. Wir bemühen uns, unseren CO₂-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Das bedeutet, Lieferwege zu optimieren und verstärkt heimische und regionale Anbieter zu fördern.

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