Sperrstunde: Wegerer schließt. Johann Wegerer hinterlässt eine Gastro-Lücke in Leobersdorf, freut sich aber auf sein Leben in Pension.

Erstellt am 17. Juli 2016 (05:22)
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Der Gasthof Wegerer hat seit Ende Juni geschlossen. Jetzt wird umgebaut und einem Friseursalon der Tochter Platz gemacht.
NOEN, Dusek

Mit Ende Juni hat das Traditions-Gasthaus Wegerer geschlossen. Wirt Hans Wegerer erklärt das Aus für seinen Betrieb nach sechs Jahrzehnten: „Durch meine Krankheit bin ich nicht mehr in der Lage, weiterzumachen. Meine Eltern haben das Lokal schon geführt, ich war von klein auf hier zu Hause. Meine Kinder wollten für die Nachfolge nicht einspringen“.

„Ich bedanke mich für meine treuen Gäste"

57 Jahre lang leiteten seine Eltern die Gastwirtschaft, 29 Jahre stand Hans Wegerer selbst als Chef hinter der Schank. „Ich bedanke mich für meine treuen Gäste, ohne die es so lange gar nicht möglich gewesen wäre“, so Wegerer. Die Räumlichkeiten bleiben aber in der Familie: Die Tochter, die vor Kurzem ihre Meisterprüfung erfolgreich bestanden hat, wird im ehemaligen Gasthaus einen Friseursalon einrichten. Jetzt beginnen die Umbauarbeiten.

Hans Wegerer freut sich aber bereits auf das Leben nach der Arbeit: „Wir hatten kein Familienleben. Wenn einer von uns Beiden schlafen gegangen ist, ist der Andere auch schon wieder aufgestanden. Jetzt freue ich mich auf Zeit mit meiner Frau Regina. Und kann endlich nachholen, was ich in all den Jahren versäumt habe“.