Trauer um Vorauer

Der langjährige Hauptschuldirektor Gerhard Vorauer verstarb am 19. Juni. Er prägte seine Mitmenschen nicht nur in der Schule.

NÖN Redaktion Erstellt am 30. Juni 2021 | 03:41
440_0008_8114306_bad2621leo_rip_vorauer.jpg
Leobersdorf gedenkt dem verstorbenen Gerhard Vorauer.
Foto: MGK, MGK

Ihren „Herrn Direktor“ Gerhard Vorauer haben viele ehemalige Hauptschülerinnen und Hauptschüler aus Leobersdorf auch Jahre nach ihrer Schulzeit noch in guter Erinnerung. Der Lehrer aus Leidenschaft verstarb am 19. Juni nach langer, schwerer Krankheit im 81. Lebensjahr.

1968 übersiedelte der gebürtige Berndorfer vom Mostviertel, wo er seine ersten Jahre als Lehrer verbrachte und auch seine künftige Frau kennenlernte, nach Leobersdorf. Der Sport begeisterte den passionierten Buchautor und Lampensammler sein Leben lang. So engagierte sich Gerhard Vorauer intensiv im Vereinsleben und setzte nach seiner Bestellung zum Hauptschuldirektor 1978 sportliche Schwerpunkte im Schulbetrieb. Er initiierte etwa die ersten Schulski- und Kinderschwimmkurse. Schule müsse sich nach außen hin öffnen, war Vorauer überzeugt. „Kommt herein, Leute, und seht, was wir können! Und wir kommen hinaus in eure Bereiche, weil wir lernen wollen!“, beschrieb er später seinen Leitgedanken.

Im Ortsparlament schuf sich Vorauer durch seine Kompetenz und seinen ruhigen, kompromissbereiten Umgang den Ruf, ein fairer und fachlich beschlagener Gesprächspartner zu sein. In mehr als 25-jähriger Gemeinderatstätigkeit für die SPÖ-Fraktion hat er viel zur Entwicklung von Leobersdorf beigetragen. 1997 wurde er mit dem Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde geehrt. Die Verabschiedung fand am 26. Juni statt.