Volksschüler erhielten Motor für Anschauungsunterricht

Für den Sachunterricht haben Volksschüler in Leobersdorf jetzt einen Motor zur Verfügung gestellt bekommen.

Erstellt am 29. April 2018 | 04:49
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Die Schüler der 2C mit Lehrerin Nicole Youssef, Ausschuss-Obmann Bernhard Gmeiner, Vizebürgermeister Harald Sorger mit Gattin Birigt, Schulleiterin Amon Ruth und Franz Moser mit dem präparierten Drehstromgenerator.
Foto: NOEN, Dusek

Franz Moser ist Amstettner, pensionierter KFZ-Technikermeister und hat ein Anliegen: Den Jugendlichen zu zeigen, wie Technik funktioniert und diese dafür zu begeistern. Zu diesem Zweck restauriert er ausrangierte Motoren, investiert 20 Stunden pro Stück in die Reinigung, das Ausfräsen und die Lackierung.

So sind bereits über 500 Motoren in Schulen in aller Herren Länder wie Litauen, England, Mazedonien und auch Afrika gegangen – er stellt seine Werke den Bildungseinrichtungen gratis zur Verfügung. Zu Leobersdorf hat der 80-jährige aber eine ganz besondere Beziehung: Seine Tochter Birgit ist mit Harald Sorger, Vizebürgermeister der Marktgemeinde verheiratet.

So war es Ehrensache, dass in der vergangenen Woche auch die Volksschule Leobersdorf ein Exemplar seiner Motoren für Unterrichtszwecke erhalten hat.

Schulleiterin Amon Ruth ist begeistert: „Für den Sachunterricht ist so ein Teil die ideale Ergänzung. So wie die Kinder zu Hause einen Elektrobaukasten haben, könne sie jetzt aus erster Hand erfahren, wie ein Auto eigentlich fährt. Auch wird die Berufsorientierung für Schüler immer früher ein Thema“.

„Seine“ Motoren bekommt Moser oft von Mechanikern als Gegenleistung für kleine Arbeiten. Er selbst schätzt den Wert seiner Arbeit und des Materials auf rund 2.000 Euro, „allerdings gibt es jemanden in Polen, der meine Arbeit kopiert – letztens hat er einen solchen Motor für 15.000 Euro verkauft“, so Moser – ein wertvolles Unterrichtsutensil für die Leobersdorfer Volksschüler.