Zug-Rauferei endete vor Gericht

Angeblich suchte der Angeklagte nur den Kontakt zum Ex- Lebensgefährten seiner Mutter. Als dieser sich weigerte, gab es Tritte.

Erstellt am 10. Januar 2019 | 04:07
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Gewalt Faust Schlägerei
Foto: NOEN, www.BilderBox.com

Eine handgreifliche Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Lebensgefährten seiner Mutter brachte einen 28-jährigen Türken vor Gericht. Er hat den Mann am 25. April letzten Jahres im Zug zwischen Leobersdorf und Wiener Neustadt angegriffen.

Laut Staatsanwaltschaft hat er das Opfer zuerst versucht zu nötigen, ihm seine Telefonnummer zu geben und dem Mann danach beim Aussteigen einen Tritt gegen die Hand verpasst.

Anzeige

Der Ältere erlitt bei der Gewalthandlung einen Bruch seines Mittelhandknochens.

„Wollte nur seine Nummer haben“

Der Anwalt des jungen Mannes erklärte, dass das Opfer während der Zeit, in der es mit dem Angeklagten und dessen Mutter zusammen gelebt hat, mehrfach gewalttätig geworden sei, und auch in einer Rauferei den Vater des jungen Mannes schwer verletzt habe. Der 28-jährige gab an, dass er im Zug den Mann sitzen sah und dessen Telefonnummer wollte, „weil ich mich mit ihm treffen und reden wollte“.

Zu dieser Zeit sei er schwer drogenabhängig gewesen und deshalb auch in einem verwirrten Zustand. Dass er dem Mann beim Aussteigen einen Tritt gegeben hat, gab er frei zu.

Da der Angeklagte mehrfach vorbestraft ist, wurde er zu 21 Monaten verurteilt, davon 17 Monate bedingt. Außerdem wurde Bewährungshilfe angeordnet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.