Liebe und Wut im Thermalbad Vöslau

Erstellt am 28. Juli 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Stefanie Reinsperger liest aus Liebesbriefen und aus ihrem Buch.
Foto: Katharina Schiffl
Stefanie Reinsperger gastiert zwei Mal in Bad Vöslau: Im Duo mit Maximilian Simonischek und solo.
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Die Burg- und Volkstheaterschauspielerin, Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen und nun Neo-Autorin mit ihrem Ersterscheinungswerk „Ganz schön wütend“ entführt das Publikum im Thermalbad Vöslau in gleich zwei komplett konträre Welten. Jene Welt der Liebe und jene der ganz schönen Wut.

„Krieg und Liebe“ mit Maximilian Simonischek

Im Schwimmenden Salon am 28. Juli (Beginn: 20.30 Uhr) wird die in Baden geborene und teilweise in London aufgewachsene Mimin im Duo mit Maximilian Simonischek unter dem Motto „Krieg und Liebe“ Liebesbriefe sehr vieler Inhalte lesen. Die eigenen Geschichten und amourösen Konversationen von Simone de Beauvoir, Alma Mahler, Marlene Dietrich, Jean-Paul Sartre und Ernest Hemingway, werden von den beiden Künstlern in den Texten von Intendantin Angelika Hager neu gezeichnet und vor den Vorhang des Schwimmenden Salons geholt. Bis zu einem Chat-Verlauf einer Ukrainerin mit ihrem russischen Geliebten im Russland Krieg.

Seit Jahren ist die nun in neuen Terrains werkende Skandalautorin Stefanie Reinsperger ein Ensemblemitglied des Schwimmenden Salons und somit zum vierten Mal Fixstarterin mit immer wieder neuen textlichen Unikaten. Eine aufstrebende, höchst talentierte Künstlerin, die von Angelika Hager gesehen und ganz bald ins Boot des Schwimmenden Salons geholt wurde, noch bevor sie national und international bekannt wurde.

„Es reicht mit Diskriminierung und Übergriffen auf mich und meinen Körper, der angeblich nicht schön genug ist!“
Stefanie Reinsperger

Gleich am nächsten Tag geht es mit der zweiten Lesung weiter. Am 29. Juli (17 Uhr) in der Milchbar des Thermalbades Vöslau wird es Einblicke in das Erstlingswerk der Badener Autorin geben. „Ganz schön wütend“ lautet der Titel. Dieses weist auf ein super Körperbewusstsein trotz öffentlicher Kritik hin. Es wird aufgezeigt, polarisiert und auch rebelliert. „Es reicht mit Diskriminierung und Übergriffen auf mich und meinen Körper, der angeblich nicht schön genug ist!“, sagt die Autorin. Im Anschluss an die zweite Lesung gibt es ein Künstleringespräch mit der Intendantin.

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