Ein Sprung in die Zukunft Badens

Erstellt am 22. Januar 2022 | 05:07
Lesezeit: 2 Min
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Franz Noll (Cosmos Preservation GmbH), Ulrike Scholda (Leiterin der Abteilung Museen) und Bürgermeister Stefan Szirucsek freuen sich über die Langzeitarchiv-Lösung, welche dafür sorgt, dass Badens historische Schätze erhalten bleiben. Im Bild ist das Bürgerbuch von 1808 als Test-Objekt.
Foto: Fussi
Badens kulturelles Erbe wird ab sofort digital langzeitarchiviert.
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Am Donnerstag fiel der Startschuss für das digitale Langzeitarchiv cosmos, mit dem das Stadtarchiv Baden im Rollettmuseum den Sprung von der Gegenwart in die Zukunft vollzieht. Von historischen Schriftstücken, Büchern und Pergamenten bis zu elektronischen Akten, Videos, Sprachaufzeichnungen oder Webseiten der Stadt Baden sollen nun alle Daten über Generationen von Software, Hardware und Dateiformaten auch in der Zukunft abrufbar sein. Das Stadtarchiv Baden will damit seiner kulturellen Verantwortung nachkommen. Der technische Umsetzungspartner ist die Firma cosmos Preservation GmbH mit Sitz in Wien.

„Die Stadtarchiv Baden zählt zu den bedeutendsten Archiven des Landes.“ Stefan Szirucsek

ÖVP-Bürgermeister Stefan Szirucsek ist stolz über das Projekt: „Die Stadt Baden hat immer schon frühzeitig innovative Schritte gesetzt. Wir freuen uns, dass wir auch in Sachen digitaler Langzeitarchivierung ein Leuchtturm sein dürfen“, sagt er und ergänzt: „Die Stadtarchiv Baden zählt zu den bedeutendsten Archiven des Landes.“ Die Kosten der Investition betragen für die Stadt monatlich 1.300 Euro – entsprechende Lagerräume würden ein Vielfaches kosten.

„Wir entscheiden, was wichtig ist“

„Damit können wir die Geschichte Badens für die Zukunft erhalten. Da es sich um eine sogenannte Cloud-Lösung handelt, werden von uns keine aufwendige Infrastruktur, Serverwartungen oder Updates benötigt“, erklärt Archivleiterin Ulrike Scholda. Szirucek erinnert, dass Bau-Akten und Abgabendokumente sowie Personaldaten 150 Jahre aufbewahrt werden müssen. Scholda ergänzt, dass das Stadtarchiv eine Einrichtung sei, zu der die Stadt verpflichtet sei. Man sei in enger Verbindung mit der Stadtverwaltung, damit nichts weggeworfen werde. Alles werde nicht aufgehoben, „wir entscheiden, was wichtig ist“, sagt sie. Die älteste archivierte Urkunde stammt aus dem 13. Jahrhundert. Anfragen kommen aus aller Welt, durchschnittlich 300 im Jahr. Eine halbe Stunde Rechercheaufwand seitens der Mitarbeiter sei vorgesehen, darüber hinaus gelte ein fixer Tarif.

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