Heer & Polizei in Kaserne. Übungen in Baden Kein Käufer für ehemalige Martinek-Kaserne in Sicht. Spezialeinheiten Cobra, WEGA und die Militärpolizei nutzen das leerstehende Areal inzwischen für Trainings.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 06. September 2016 (05:51)
Das rund 40.000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Martinek Kaserne an der Vöslauer Straße. K.Y.A.T.T. will hier einen Universitätscampus errichten, sagt Siegmund Kahlbacher.
SIVBEG, SIVBEG

Noch ist kein Käufer für das Areal der ehemaligen Martinek-Kaserne zwischen Vöslauer- und Umfahrungsstraße in Baden in Sicht. Die Gebäude verfallen langsam, werden durch Vandalismus noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen. Doch um das Gelände nicht völlig brach liegen zu lassen, wird es nun von der Militärpolizei in unregelmäßigen Abständen für Spezialübungen genützt, wie auf NÖN-Nachfrage aus dem Verteidigungsministerium bestätigt wird.

„Das Areal gibt übungstechnisch sehr viel her. Man kann hier zum Beispiel Personen- und Fahrzeugkontrollen trainieren. Oder den Zugriff in Gebäuden“, berichtet ein Badener Teilnehmer. Die Übungen werden vorab ordnungsgemäß bei der Bezirkshauptmannschaft angemeldet, die auch entsprechende Informationen an die Anrainer herausgibt.

Wenig Lärm wird enstehen

„Es wird dabei manchmal geschossen. Wir sind mit Blaulicht und Folgetonhorn unterwegs. Es ist wichtig, dass die Anrainer wissen, was dort passiert“, weiß der Badener. Grundsätzlich entstehe allerdings wenig Lärm, der Anrainer stören könnte, betont er.

Ebenso wichtig sei die Präsenz der Militärpolizei – aber auch von Spezialeinheiten wie WEGA oder Cobra – auf dem Gelände, um weiteren Vandalismus eventuell verhindern zu können. „Es spricht sich natürlich herum, dass die Kaserne jetzt immer wieder genutzt wird. Ein bis zwei Mal pro Quartal zumindestens. Wir gehen dabei auch durch die Gebäude, sind auf dem ganzen Areal unterwegs“, betont der Soldat.