Kottingbrunn: Antrag für Luftreiniger gestellt. Nach Dringlichkeitsantrag von NK und 1BFK berät nun der Gesundheitsausschuss über die Umsetzung.

Von David Steiner. Erstellt am 18. April 2021 (03:22)
Bürgermeister Christian Macho und Vizebürgermeister Peter Szirtes (beide ÖVP). 
Steiner

Der Gemeinderat denkt über die Anschaffung von Luftreinigern für Schulen und öffentliche Gebäude nach. So sollen diese in der Corona-Pandemie das Ansteckungsrisiko von virenbelasteter Raumluft senken. Den Anstoß zur Auseinandersetzung mit dem Thema lieferte ein Dringlichkeitsantrag der Gemeinderäte Wolfgang Muhsger (NK) und Helmuth Himmer (1BFK). In der letzten Gemeinderatssitzung forderten sie, der Gemeinderat möge „die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten AC20 im ersten Zuge für die Volksschule Kottingbrunn“ beschließen.

Mit einem Probegerät solle getestet werden, ob die Raumluft in einer Klasse mit dem Gerät effektiv gereinigt werden könne. Danach sollten stufenweise Volksschule, Kindergärten, Polytechnische Schule und schließlich auch öffentliche Gebäude der Marktgemeinde Kottingbrunn ausgestattet werden.

Zur Finanzierung sollten Gemeinderätinnen ein Quartal an Aufwandsentschädigungen spenden, da es Corona-bedingt kaum Ausschusssitzungen gab, schlug Muhsger vor.

„Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um unsere Kinder und die Bevölkerung zu schützen“, meinte der NK-Gemeinderat. Im Vorfeld hatte er bereits Unterlagen zum Gerät an Bürgermeister Christian Macho (ÖVP) übermittelt. Der Gemeinderat zeigte sich dem Antrag gegenüber offen. Mit einem mehrheitlichen Beschluss kam das Thema auf die Tagesordnung.

Es entwickelte sich eine rege Diskussion um die Fragen, warum der von Muhsger vorgeschlagene Luftreiniger anderen Geräten vorzuziehen sei, welche Alternativen es gebe und ob der Nutzen die Anschaffungskosten rechtfertige; Details, die unmittelbar nicht zu klären waren. Nach Antrag des Bürgermeisters wurde daher beschlossen, das Thema dem Gesundheitsausschuss zur Ausarbeitung zuzuweisen. Muhsger, der sich angesichts der Pandemielage einen zeitnahen Probebetrieb gewünscht hätte, zeigte sich unzufrieden. Der Antrag handelte sich aber auch den Vorwurf eines „Schnellschusses“ ein.