Kampf dem Verkehr in Badens Fußgängerzone

Das Verkehrskonzept nimmt Fahrt auf. Als erstes werden Lieferzeiten und Zufahrten in Fuzo beschränkt. Poller sind jetzt fix.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 05:55
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Stefan Szirucsek, Martina Nouira-Weissenböck und Helmut Hofer-Gruber präsentierten die Verkehrs-Maßnahmen.
Foto: Andreas Fussi

Um die innerstädtische Mobilität zu optimieren und an die zeitgemäßen Anforderungen der Bürger und Touristen anzupassen, hat die Stadtgemeinde Baden eine umfangreiche Verkehrsstudie in Auftrag gegeben.

Wie VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek im Rahmen einer Pressekonferenz mit der Grünen-Klubobfrau Martina Noura-Weissenböck und NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber bekannt gab, stehen bereits zahlreiche Empfehlungen des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit unmittelbar vor der Umsetzung. Die Studie und die notwendigen Vorschläge werden am 15. Mai dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht.

Frauengasse wird künftig für Pkw und Lkw gänzlich gesperrt sein

Ein Schwerpunkt des Verkehrskonzeptes betrifft die Badener Fußgängerzone, die verkehrsberuhigt (!) werden soll. Stadtchef Szirucsek erklärt diesen Widerspruch: „Im Rahmen der Verkehrsstudie wurde klar dargelegt, dass die vielen unbefugten Fahrzeuge, die die Innenstadt derzeit befahren, das entspannte Erleben unserer Besucher beeinträchtigen und für älteren Menschen, aber auch für Kinder eine Gefahr darstellen.“

Daher werden künftig die Liefer- und Ladezeiten auf den Zeitraum zwischen 19 Uhr abends und 10 Uhr morgens beschränkt. Die Nachmittagszeiten fallen weg. Außerdem sollen ab Herbst versenkbare Poller dafür sorgen, dass kein unbefugtes Einfahren in die Fuzo mehr möglich ist.

Einsatzorganisationen sowie 21 Anrainer der Innenstadt, die schon jetzt über eine Zufahrtsgenehmigung verfügen, erhalten Transponder, mithilfe derer sie jederzeit in die Fuzo einfahren können. Die Frauengasse wird künftig für Pkw und Lkw gänzlich gesperrt sein. Hier sind feste Poller vorgesehen. Szirucsek: „Es ist dort einfach zu eng, wir haben die Gastgärten und eine Schule mit 850 Schülern, da haben Autos nichts verloren.“

Weissenböck, die selbst ein Geschäft in der Badener Innenstadt betreibt, unterstreicht: „Die Sicherheit unserer Besucher, aber auch das ungetrübte Erleben des besonderen Flairs der Stadt müssen gewährleistet werden. Als unmittelbar betroffene Unternehmerin bin ich davon überzeugt, dass speziell die Wirtschaft von diesen Maßnahmen profitieren wird.“