Stadt Baden will ihren Advent retten. Stadtgemeinde versucht, mit Covid-19 Präventionskonzept und Nachhaltigkeitskonzept Advent in der Stadt durchzuführen. Konsumation heuer nur im Sitzen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:12)
Symbolbild
VK Studio, Shutterstock.com

Die Stadtgemeinde Baden bemüht sich derzeit intensiv, auch heuer wieder einen Advent in der Stadt auf die Beine zu stellen. Während rundherum Adventmärkte wegen Covid-19 abgesagt werden, geht man in Baden davon aus, dass der neue Advent hier stattfinden könne.

Die Geschäftsgruppe Tourismus, Wirtschaft & Kultur hat ein Covid-19 Präventionskonzept ausgearbeitet, das nun den Hüttenbetreibern vorgestellt worden ist. Dieses sieht vor, dass etwa am Hauptplatz nur mehr zwei Gastronomiehütten der drei Serviceclubs und des Roten Kreuzes aufgestellt werden, die von diesen abwechselnd betrieben werden sollen. Dem Vernehmen nach, stößt das Konzept auf Zustimmung. „Besser wir haben einen reduzierten Advent als gar keinen“, heißt es. Obendrein können die Serviceclubs auf diese Weise dennoch mit Einnahmen rechnen, die Bedürftigen zugutekommen.

Was ist noch geplant? Speisen und Getränke dürfen ausschließlich sitzend konsumiert werden. Die Stadtgemeinde wird dafür Mobiliar aufstellen lassen. Im Marktgebiet herrscht Maskenpflicht, außer bei der Konsumation im Sitzen. Das Anstellen bei den Hütten erfolgt mit Abstandsmarkierungen. Desinfektionsmittel stehen bereit. Voraussichtlich wird der Badener Advent von 20. November bis 24. Dezember, 17 bis 20 Uhr unter der Woche und 13 bis 20 Uhr am Wochenende stattfinden. Das Konzept muss noch mit der BH abgestimmt werden. „Es geht ums Signal: Es wird einen Advent in Baden geben. Er wird anders sein, aber stimmungsvoll“, bestätigt VP-Stadtchef Stefan Szirucsek.

Keine Veranstaltungen im Advent geplant

Es werden aber keinerlei Rahmen-Veranstaltungen wie Konzerte, Perchtenlauf oder Electro Advent geboten. Besonderer Wert wird auf Nachhaltigkeit gelegt. Daher sind ausschließlich die Keramikhäferl der Stadt zu verwenden sowie Teller und Besteck aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Häferlpfand reduziert sich auf drei Euro. Der Abfall muss getrennt werden, Sammelbehälter stehen bereit. Heizstrahler sind untersagt.

Auch der Advent im Kurpark soll stattfinden. Ein endgültiges Konzept steht noch aus. „Wir haben mehrere Varianten in der Schublade und sind überzeugt, dass wir den Event so umsetzen werden, dass die Besucher ein sichereres Gefühl haben werden“, erklärt Dominik Gschiegl von der Agentur Vision05, die auch heuer nach dem Erfolg im Vorjahr für den Kurpark verantwortlich ist. Das Interesse an den Hütten sei sehr groß gewesen, alle seien bereits seit Monaten vermietet, ergänzt Gschiegl.

Umfrage beendet

  • Badener Advent in Corona-Zeit - werdet ihr hingehen?