Badens neue AMS-Leiterin steht schon am Start. Christina Grill-Eisner übernimmt am 1. März die Arbeitsmarkt-Servicestelle Baden. Sie ist seit 2013 Abteilungsleiterin.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. Januar 2021 (05:35)
Ab 1. März die neue AMS-Leiterin in Baden: Christina Grill-Eisner.
privat

Seit 2012 ist Christina Grill-Eisner fixer Bestandteil der AMS-Servicestelle in Baden.

Grill-Eisner stammt aus Berndorf, war 15 Jahre in ihrer Heimatstadt für die SPÖ politisch tätig, zehn Jahre davon als Vizebürgermeisterin.

Ich bin leidenschaftliche Jägerin und ich stricke sehr gerne.“ Christina Grill-Eisner, AMS-Leiterin in spe

Noch-Leiterin Claudia Schweiger wechselt mit 1. März in ihren Heimatbezirk Neunkirchen und übernimmt dort die Leitung der AMS-Servicestelle.

„Ich bin seit sieben Jahren für die Beratungszone zwei als Abteilungsleiterin verantwortlich“, führt Grill-Eisner aus. „Damit war ich verantwortlich für die Eingliederung von Jugendlichen und Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsmarkt. Es lag auch in meinem Verantwortungsbereich, Weiterbildungsangebote und Kurse für das jeweilige Geschäftsjahr zu konzipieren.“

Wer ihr in der Beratungszone zwei als Abteilungsleiterin nachfolgen wird, wird sich im Jänner nach dem Auswahlprozess entscheiden. Die Leitung in herausfordernden Zeiten zu übernehmen, ist Grill-Eisner bewusst.

Allerdings gibt sie zu bedenken: „Wir sind zwar grundsätzlich darauf ausgerichtet, dass beim AMS der Normalbetrieb 2021 wieder einkehren wird. Bis es so weit ist, werden wir bei den Weiterbildungsangeboten auf Hybridformen zurückgreifen, also eine Mischung aus Präsenzunterricht sowie Home- und Distance-Learning“, betont die zukünftige Leiterin.

Das arbeitsmarktpolitische Ziel bleibe klar: „Menschen so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen“, sagt Grill-Eisner. Dafür gibt es einen speziellen Fördertopf vonseiten der Bundesregierung, „den wir gut und zielorientiert verwenden werden“, sagt Grill-Eisner. Für sie ist es wichtig, gemeinsam mit den jeweiligen Firmen abzuklären, wie der Arbeitskräftebedarf aussieht.

Besonders schwer am Arbeitsmarkt fassen Menschen mit einem formalen niedrigem Bildungsstand Fuß. Betroffen davon sind oft Menschen, die Migrationshintergrund haben, und hier wieder ganz besonders die Frauen. „Der Migrationsanteil im Bezirk Baden liegt bei 40 Prozent“, sagt Grill-Eisner. „Frauen haben es da natürlich oft besonders schwer, sind in erster Linie Ehefrauen und Mütter, haben Kinderbetreuungspflichten und sind nur teilzeitbeschäftigt“, weiß Grill-Eisner aus der Praxis.

Sie will ihr Netzwerk, dass sie sich aus ihrer Zeit in der Politik aufgebaut hat mit den Bürgermeistern im Bezirk sowie den maßgeblichen Institutionen wie Bezirkshauptmannschaft und Österreichische Gesundheitskassa weiter pflegen und ausbauen. Ihr Ohr will sie dort haben, wo die Menschen der arbeitsmarktpolitische Schuh drückt.

Dazu kann sie sich der Unterstützung ihres Mannes und ihres Sohnes sicher sein, „ohne die Unterstützung meiner Familie würde das alles nicht funktionieren“, weiß Grill-Eisner. In ihrer Freizeit geht sie zwei unterschiedlichen Hobbys nach: „Ich bin leidenschaftliche Jägerin und ich stricke sehr gerne.“

Bei der Jagd stehen für sie vor allem die Naturbeobachtung und die Erholung in der Natur im Vordergrund.