Baden: Photovoltaik & Solar statt E-Scooter?

Erstellt am 28. August 2022 | 04:06
Lesezeit: 2 Min
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Peter Koczan und Jowi Trenner am Badener Bahnhof.
Foto: privat
Bürgerliste macht Alternativvorschläge zu gezielten Fördermaßnahmen in Krisenzeiten. Konter der Grünen.
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Ab Herbst kommt die sogenannte „Letzte Meile“ vom Bahnhof ins Zentrum durch stationsbasiertes E-Carsharing, E-Scooter oder E-Bikes. Die Bürgerliste, die alternative Fortbewegungsmöglichkeiten ihrer Meinung nach grundsätzlich befürworte, kritisiert jedoch „die exorbitanten Kosten dieses Pakets“, wie Stadtrat Jowi Trenner anmerkt. 650.000 Euro im ersten Jahr und 450.000 Euro in jedem weiteren – machen insgesamt rund 2,5 Millionen Euro bis Ende 2026 aus. „Ein Budgettopf, den man in Krisenzeiten für weitaus sinnvollere Maßnahmen zum Wohle der Badener Bevölkerung einsetzen könnte“, betont Trenner.

Die Bürgerliste schlägt vor, stattdessen Umweltprojekte zu unterstützen, die direkt den Bürgern zugutekommen würden, wie der Ausbau von Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet. Trenner: „Mit 2,5 Millionen Euro könnte man rund 300 Haushalte in Baden mit ca. der Hälfte der Anschaffungskosten fördern und damit die Abhängigkeit von fossiler Energie weiter reduzieren!“

Zudem seien „Welterbe“-Besucher, Geschäftsleute und Kurgäste aus Sicht von Bürgerlisten-Gemeinderat Peter Koczan nicht die geeignete Zielgruppe für E-Fortbewegungsmittel. Das wolle er mit einem Selbsttest beweisen: „Für die Strecke zwischen Bahnhof und Wassergasse benötigt man keinen E-Scooter, sie ist viel zu kurz, um rentabel dafür zu sein – nämlich 1 Minute und 56 Sekunden mit dem konventionellen Fahrrad!“

Vizebürgermeisterin Helga Krismer von den Grünen kontert, dass „das größte je in Baden beschlossene Photovoltaik- Paket bereits in Umsetzung“ sei. Krismer: „Baden geht kontinuierlich den Weg ‚raus aus Öl und Gas‘“. Die Bürgerliste selbst unterstütze kaum Radwege, kritisiert Krismer und „ist auch gegen moderne Mobilität“, stellt sie klar.

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