Kritik an Information in Leobersdorf. ÖVP-Vorstand Johann Zöhling begründet die ablehnende Haltung seiner Partei gegenüber des geplanten Projekts.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 25. September 2019 (12:40)
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ÖVP-Gemeindeparteiobmann Johann Zöhling.Burchhart
NLK

Johann Zöhling sagt klar: „Für uns ist das negative Gutachten eine Betätigung unseres Weges, den wir von Anfang an eingeschlagen haben. Für uns war und ist eine Kartbahn an dieser Stelle aus vielen Gründen nicht vorstellbar. Wir haben noch so viele umgewidmete und noch nicht verbaute Flächen in Leobersdorf. Aber die dürften den potenziellen Betreibern zu teuer sein. Die Gemeinde darf aus unserer Sicht keine Widmung auf Wunsch und sich zu Steigbügelhalter der Grundstücksspekulanten machen.“

Außerdem bemängelt Zöhling die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde, die „von Tag zu Tag immer mehr eine Propagandainfo der Mehrheitsfraktion Partei Liste Zukunft“ werde: „Die Information fehlt“. Zöhling betont: „Sämtliche Oppositionsparteien wurden zuerst nicht informiert. Vor Kurzem wurde erstmalig dazu in einem Ausschuss informiert. Das schriftliche Gutachten liegt uns nicht vor.“ Das negative Ergebnis des Landesgutachtens sei aber schon in diversen Whats App Gruppen kursiert, ohne dass zuvor der Bürgermeister eine offizielle Stellungnahme abgegeben habe.

Außerdem: „Die Partei Liste Zukunft hat die Meinung der Bevölkerung – fast 1000 Bürger innen und Bürger haben sich gegen die Kartbahn ausgesprochen – ignoriert und wollte die Entscheidung auf das Land schieben. Die Partei Liste Zukunft hat dieses Projekt von Anfang an verfolgt und sich für die Errichtung ausgesprochen.“ Entscheidungen über Umwidmungen – auch ob diese überhaupt eingeleitet werden oder nicht - liegen laut Zöhling alleinig im Bereich des Gemeinderates. „Die Partei Liste Zukunft kann die Verantwortung nicht wegschieben“, betont er.