Welterbe im Fokus: Badens Opposition will dabei sein

Erstellt am 03. August 2022 | 05:15
Lesezeit: 3 Min
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Gertraud Auinger-Oberzaucher von den NEOS will so wie die anderen Oppositionsparteien in Ideenfindung eingebunden werden.
Foto: NEOS
Opposition bekennt sich zum Welterbe. Sie will aber in Vorschläge und Umsetzung eingebunden werden.
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Alexandra Harrer, Spezialistin für Architekturgeschichte und Denkmalpflege, wurde nach einer Ausschreibung und einem Expertenhearing als Local Site-Managerin bestellt, die NÖN berichtete in der Vorwoche.

Sie verfügt über internationale Museumserfahrung und soll sich um die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zum Schutz der Erhaltung und Vermittlung des Weltkulturerbes kümmern. ÖVP und Grüne sind mit der Wahl hochzufrieden, wie der Weg ausschauen soll, um den Welterbe-Status in die Herzen der Badener und Badenerinnen zu bringen, wurde noch nicht konkret genannt.

NEOS-Mandatarin Gertraud Auinger-Oberzaucher betont: „Eine Site-Managerin hat und braucht beinahe jedes Weltkulturerbe, diese ersetzt aber keine Strategie, sondern entwickelt diese – mit Blick auf die Ziele – mit.“ Die NEOS sind davon überzeugt, dass „Welterbe das ist, was wir daraus machen. Neben der inhaltlich-programmatischen Arbeit geht es jetzt vor allem darum, Welterbe erlebbar und sichtbar zu machen und die Begeisterung in Wertschöpfung für die Stadt zu transformieren“.

Begeisterung ist in der Stadt noch nicht zu spüren

Dafür sollen die Menschen in Baden frei nach dem Motto „Wir sind Welterbe“, aber vor allem auch potenzielle Gäste, Kooperationspartner und andere relevante Gruppen begeistert werden. „Seit der Verleihung ist zwar inhaltlich einiges passiert, aber der Status ist weder in der Stadt noch – vor allem – für potenzielle Gäste und Besucher sichtbar und erlebbar.“

Die Bürgerliste „wir badener“ von Jowi Trenner würdigt vor allem die bisherige Arbeit von Stadtrat Hans Hornyk, ÖVP, und will über Ideen der Site-Managerin informiert und eingebunden werden.

Trenner meint: „Faktum ist, dass durch die neunjährige ehrenamtliche Arbeit von Stadtrat Hans Hornyk unsere Stadt mit dem Titel ‚Weltkulturerbe‘ ausgezeichnet wurde. Damit ist Baden touristisch und wirtschaftlich in aller Munde. Wenn jetzt Hans Hornyk als Weltkulturerbebeauftragter eine Site-Managerin bestellt, so ist das legitim, aber diese muss dann auch zeigen, was sie kann und zu ihren Vorschlägen und Ideen alle Mandatare im Vorfeld einbinden.“

Peter Preitler von der SPÖ sieht so wie seine Partei „eine große Chance für die Stadt.“ Die SPÖ werde sich die Entwicklung und die strategische Ausrichtung im Umgang mit dem Welterbe genau ansehen.

Hinsichtlich der Leitbildentwicklung wünscht sie sich von der Stadtregierung einen möglichst offenen Prozess, der vor allem die Wünsche und Bedürfnisse der Badener Bevölkerung im Fokus hat.

Für SPÖ gehört auch Wohnen zum Leitbild

„Leitbild bedeutet Orientierung für zukünftige städteplanerische Entscheidungen. Untrennbar mit dem Welterbe wird die Tourismusentwicklung stehen. Jedoch gehört auch hier mit Augenmaß geplant und beispielsweise parallel ein Verkehrskonzept entwickelt, welches den Besuchern unserer Stadt erlaubt, einen stressfreien Aufenthalt in Baden zu haben. Nur dieses wird sicherstellen, dass auch wir Badener uns in unserer Stadt ‚staulos’ bewegenwerden können.“

Auch leistbarer Wohnraum gehöre zum Leitbild.

„Damit wird auch sichergestellt, dass Baden als Wohnstadt erhalten bleibt und eine Weiterentwicklung zulässt.“

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