Trauer um Lehrer mit Leib und Seele. Der Badener Pädagoge und Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik, Walter Bankl verstarb Anfang Februar.

Von Roland Weber. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:02)
Walter Bankl wurde an die PÄDAK berufen, als sie 1968 in Baden gegründet wurde.
privat

Nur wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag verstarb der Badener Oberstudienrat und Professor, Walter Bankl. Nach der Absolvierung des ersten Abiturientenkurses 1945 folgte im Dezember des selben Jahres das Zeugnis der Reife für Volksschulen, sowie 1947 das Lehrbefähigungszeugnis für Volksschulen und das Lehrbefähigungszeugnis für Hauptschulen sowie Berufsschulen am 25. November 1959.

„Die Arbeit als Lehrer und Erzieher kann in Ergebnissen nicht exakt gemessen werden, weil niemand zu sagen vermag, wie weit durch Bemühungen eines Lehrers seine Schüler gescheiter, besser, sittlich höher, glücklicher oder zufriedener geworden sind."

Im Laufe eines mehr als 40-jährigen Lehrerlebens spannte sich der Bogen seiner Tätigkeit von seinem ersten Einsatz an der Hauptschule in Deutsch Brodersdorf, über die Leitung einer einklassigen Volksschule in Fahrafeld a.d. Triesting ab 1946 bis hin zur Betreuung mit den Agenden eines Abteilungsvorstandes der Übungsvolksschule der Akademie des Bundes in NÖ auf Vertretungsdauer im Jahre 1986. Dazwischen lagen „lange Jahre mit allen Höhen und Tiefen“, die er an Volks- und Hauptschulen Niederösterreichs miterlebte.

Über seine Lehrtätigkeit sagte er: „Die Arbeit als Lehrer und Erzieher kann in Ergebnissen nicht exakt gemessen werden, weil niemand zu sagen vermag, wie weit durch Bemühungen eines Lehrers seine Schüler gescheiter, besser, sittlich höher, glücklicher oder zufriedener geworden sind. Zu all dem darf ich sagen, dass ich immer guten Willens war und glaube, doch Gutes getan und vielleicht Böses verhindert habe.“ Seine Verdienste wurden 1986 durch das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ gewürdigt.

Bankl blieb bis ins hohe Alter interessiert an Kultur, Geschichte und Literatur, beobachtete interessiert die Bildungsdebatte. Er war ein liebevoller und fürsorglicher Familienvater, dem es ein Anliegen war, für andere da zu sein. Trost ist, dass er bis zu seinem Tod ein weitgehend selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen konnte. Das Begräbnis findet am 27. Februar, 13.30 Uhr, mit einer Messe in der Kirche Tribuswinkel statt.