Pottendorferin Elisabeth Leopold: Ein Leben für die Schule

Erstellt am 04. August 2022 | 05:53
Lesezeit: 3 Min
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Elisabeth Leopold lebte für die Gemeinschaft.
Foto: Gemeinde Pottendorf
Ehemalige Schulinspektorin verstorben.
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Elisabeth Leopold war Pädagogin mit Herz und Seele. 18 Jahre lang unterrichtete sie an der damaligen Hauptschule in Ebreichsdorf, bevor sie 1989 in die Schulaufsicht berufen und Bezirksschulinspektorin (heute Pflichtschulinspektorin) im Sprengel Baden 2 – Triestingtal bis Hirtenberg, Steinfeld bis Oberwaltersdorf, Pottendorf und Deutsch-Brodersdorf – wurde. 44 Jahre lang verbrachte sie im Schuldienst, 2015 trat sie ihre Pension an. Am 26. Juli ist sie im 73. Lebensjahr verstorben. Doch nicht nur das Schulwesen hat Elisabeth Leopold mitgeprägt.

Sie war von 1985 bis 1998 Mitglied des Gemeinderates der Marktgemeinde Pottendorf. Von 1985 bis 1990 als Gemeinderätin und von 1990 bis 1998 Mitglied des Gemeindevorstandes und Fraktionsvorsitzende der SPÖ. 1991 wurde sie zur Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahl 1995 gewählt. 1998 beendete sie ihre Tätigkeit im Gemeinderat, um sich noch mehr auf ihre Arbeit als Bezirksschulinspektorin zu konzentrieren.

„Auf Elisabeth gehen unendlich viele Initiativen und Aktivitäten zurück, die sie ins Leben gerufen hat“
Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner

Auch Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner, SPÖ, würdigt die Leistungen von Leopold: „Auf Elisabeth gehen unendlich viele Initiativen und Aktivitäten zurück, die sie ins Leben gerufen hat“, sagt der Bürgermeister, „mit der Bastelrunde Landegg schaffte sie eine Landegger Institutionen, welche durch viele Aktivitäten immer wieder die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz unterstützte. Sie hat schon Ferienspiele initiiert, als solche Aktivitäten noch belächelt wurden. Sie interessierte sich gemeinsam mit ihrem Gatten Hans für die Geschichte unserer Region und gestaltete viele Ausstellungen.“

Daraus folgte auch ihr Engagement bei der ARGE-Heimatforschung, deren Obfrau sie bis zuletzt war. Sie unterrichtete im Haus Pottendorf, engagierte sich im SLÖ und dem Verschönerungsverein Landegg und spielte leidenschaftlich gern Theater. „Vieles wäre noch aufzuzählen und es wäre noch immer nicht alles gesagt“, betont der Bürgermeister.

Für ihr Engagement wurde Elisabeth Leopold vielfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Ehrenring der Marktgemeinde Pottendorf, welcher ihr am 12. Dezember 2014 bei der Eröffnung der Alten Spinnerei verliehen wurde. Am 5. August wird sie in der Aufbahrungshalle beim Friedhof Pottendorf verabschiedet. Von 10 bis 12 Uhr ist es möglich, sich vor dem Sarg zu verabschieden, um 14 Uhr findet die evangelische Trauerfeier statt.

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