Nächste Runde im Riedlingshaus-Zwist

Erstellt am 10. Juni 2014 | 10:01
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 452895
Foto: NOEN
Die kommende Gemeinderatssitzung soll laut ÖVP „nicht öffentlich“ stattfinden. Opposition protestiert heftig dagegen.
Werbung

VP-Bürgermeister Ludwig Köck möchte die kommende Gemeinderatssitzung am 10. Juni, in der die endgültige Entscheidung über die Zukunft des „Riedlingshaus“-Areals fallen soll, als „nicht öffentliche“ Sitzung abhalten.

Gemeinderat Klaus Perl von der SPÖ-UBA (unabhängige Bürger Alland) ist empört: „Wir verstehen nicht, dass niemand von unserer Fraktion bei der Angebotsöffnung, wie in der letzten Gemeinderatssitzung besprochen, dabei sein darf. Von „nicht-öffentlichen“ Gemeinderatssitzungen halte ich grundsätzlich gar nichts. Die Bürger sollten immer das Recht haben, zuhören zu können. Immerhin geht es ja auch um ihr Geld.“

Bauträger gefunden: Wohnungsbau möglich

Außerdem habe es, laut Perl, von zumindest einem Bauträger bereits konkretes Interesse an der Errichtung von Wohnungen auf dem umstrittenen Areal gegeben. „Sollte die Gemeinde diese Baugesellschaft einladen, wäre man sicherlich nach wie vor daran interessiert, ein passendes Projekt mit sehr guter Wohnqualität für diesen Standort zu entwickeln“, so Perl, der die Meinung vertritt, dass ein weiterer Supermarkt, wie von der ÖVP geplant, für Alland nicht nötig wäre.

Bürgermeister Köck beharrt jedoch auf seiner Idee, einen zusätzlichen Nahversorger zu schaffen und verteidigt seine Strategie: „Die Gemeinderatssitzung wird nicht öffentlich stattfinden. Es wird stattdessen eine interne Besprechung mit Diskussion stattfinden. Es hat bereits genug Vorfälle und Unruhe durch die Gemeindebürger bei den Gemeinderatssitzungen gegeben. Diese nicht öffentliche Sitzung ist durch die Gemeindeordnung gedeckt.“

Werbung