Bad Vöslauer beteiligten sich an Trockenrasenpflege

Zahlreiche helfende Hände beteiligten sich an fünftägiger Trockenrasenpflege-Aktion entlang des Sonnenwegs und Steinbruchs.

Erstellt am 11. Oktober 2020 | 03:34
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Nur durch die Hilfe von Freiwilligen können die wertvollen Trockenrasen in Bad Vöslau erhalten bleiben. Fünf Tage lang waren Volksschüler und Freiwillige in Bad Vöslau unterwegs.
Foto: Landschaftspflegeverein

Ausgerüstet mit Astscheren, Sägen und Krampen machten sich 225 Schulkinder der Volksschulen (VS) Gainfarn und Bad Vöslau sowie 28 freiwillige Helferinnen und Helfer zwischen dem 29. September und 3. Oktober auf zu den wertvollen Trockenrasenflächen in Bad Vöslau, um gemeinsam deren herausragende biologische Vielfalt zu erhalten.

Fachlich betreut wurden sie dabei von Biologen des Landschaftspflegevereins Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken. „Trockenrasen sind die arten- und insektenreichsten Offenland-Lebensräume in Mitteleuropa. In Bad Vöslau findet man sie entlang des Sonnenwegs und im Harzbergsteinbruch“, erklärt Irene Drozdowski, Biologin und Obfrau des Landschaftspflegevereins. „Noch“, denn viele dieser Flächen sind in Österreich heute aufgrund ihrer Kargheit unattraktiv für die Landwirtschaft, verbuschen und verwalden durch Nutzungsaufgabe zunehmend.

Naturschutz mit Säge, Krampen und Schere

Dem wird durch die jährlichen Trockenrasen-Pflegetage in Bad Vöslau entgegengewirkt. Unter fachlicher Anleitung wurden auch heuer wieder zahlreiche Büsche wie Liguster, Flieder und Hartriegel geschnitten und ausgehackt, um die Trockenrasen offen zu halten und somit den Lebensraum für Smaragdeidechse, Schlingnatter, Segelfalter und andere wertvolle Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Besonders erfreulich war die große Zahl der Teilnehmenden. Acht Klassen der VS Gainfarn, sowie drei Klassen der VS Bad Vöslau tauschten ihren Schulunterricht gegen Naturschutz-Arbeit. Auch die vielen Freiwilligen aus der Gemeinde und Umgebung waren kaum zu bremsen. Sie entbuschten nicht nur die Trockenrasen am Sonnenweg, sondern entfernten auch das zuvor von der Gemeinde geschnittene Mähgut der Wiesenflächen im Harzbergsteinbruch.