Würfelnatter blockiert Hochwasserschutz in St. Veit. Reptilien müssen umgesiedelt werden und verzögern damit erheblich die Errichtung des Hochwasserschutzes in St. Veit.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 25. Juni 2019 (04:24)
Holzinger. Presse
Kurt Adler ärgert sich ein wenig über den erhöhten Kostenaufwand und die Verzögerungen der Hochwasserschutzarbeiten.

Der Ort war bei erheblichen Niederschlagsmengen schon öfter Schauplatz von Überflutungen. Im Zuge der Revitalisierungsmaßnahmen entlang der Triesting wird deshalb nun auch hier der Hochwasserschutz angepackt, was nun jedoch wegen einer besonders schützenswerten Natter verzögert wird.

„Entlang der Triesting hat sich die unter Naturschutz stehende Würfelnatter niedergelassen"

Vizebürgermeister Kurt Adler (SPÖ) erklärt die Fakten: „Entlang der Triesting hat sich die unter Naturschutz stehende Würfelnatter niedergelassen. Das erfordert nun die Umsiedlung der Tiere durch einen Schlangenspezialisten, was natürlich mit einigem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist. Ich hoffe, dass die Schlangen nun so schnell wie möglich ein neues Zuhause finden, damit mit den Arbeiten am Hochwasserschutz, der dem vorrangigen Schutz der Bevölkerung dient, begonnen werden kann.“

Die Würfelnatter zählt in Österreich zu den stark gefährdeten Arten und wird demzufolge auf der sogenannten „Roten Liste“ geführt. Bei Baumaßnahmen, wie etwa für Hochwasserprojekte, muss diese Tierart geschützt und daher umgesiedelt werden. Die bis zu 130 Zentimeter lange Natter ist ungiftig und stellt für Menschen keinerlei Gefahr da. Übrigens: im Jahr 2009 wurde sie zum „Reptil des Jahres“ gekürt.

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