Baden im "Zentrum der Macht ". Die Ausstellung „Baden Zentrum der Macht 1917-1918“ (ab 21. April) entstand auch mit Beteiligung der Badener.

Erstellt am 30. März 2018 (09:18)
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Die Kaiserliche Familie am Bahnhof Baden .
NOEN, Rollettmuseum/Stadtarchiv

Im Vorfeld der Ausstellung „Baden Zentrum der Macht 1917-1918“ hat das Ausstellungsteam die Badener Bevölkerung aufgerufen, ihre Familienarchive und Dachböden nach Erinnerungsstücken aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu durchsuchen.

Die Ausstellung ist die erste über das k.u.k. Armeeoberkommando am Originalschauplatz und widmet sich den beiden letzten Kriegsjahren, die eine europaweite Bedeutung gehabt haben. Von Jänner 1917 bis November 1918 war die Stadt Baden Sitz des Allerhöchsten Hoflagers und des k.u.k. Armeeoberkommandos. Kaiser Karl I. befehligte vom ersten Stock des Kaiserhauses aus seine Armee und wohnte zum Teil mit seiner Familie im zweiten Stock des Hauses.

Kaiserliche Schuhe sind erhalten geblieben

Aber zurück zur Ausstellung: „Der Sammelaufruf hat zwar ergeben, dass sich wenig aus der Zeit erhalten hat, umso wertvoller waren daher die Objekte, die schließlich doch gefunden wurden“, resümiert Ulrike Scholda, Leiterin der Abteilung „Museen Baden“.

So haben Badener beispielsweise Kinderschuhe der kaiserlichen Familie als Leihgabe zur Verfügung gestellt, ebenso wie eine Soldatenkiste sowie mehrere Verdienstmedaillen“, so Scholda weiter. Darüber hinaus waren es vor allem Briefe und Postkarten, die sich erhalten haben und vom Leben in Baden sowie an der Front berichten. Über 200 Objekte umfasst die Schau, viele stammen aus dem Rollettmuseum und dem Stadtarchiv und viele kamen eben von privater Seite und wurden als Leihgabe oder Schenkung zur Verfügung gestellt.

Baden als Zentrum der Weltmacht

Weiters befinden sich auch Exponate aus einer ehemaligen privaten Kriegssammlung, die sich heute im Museum Retz befindet. Weiter sind Objekte aus dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien, dem Wien Museum und der Österreichischen Nationalbibliothek zu sehen sowie Dokumente aus dem Kriegsarchiv im Österreichischen Staatsarchiv ergänzen die umfangreiche Ausstellung, die sich mit der Zeit beschäftigt, als Baden Zentrum der Weltmacht war.

Und noch einen positiven Nebeneffekt hatte der Aufruf: „Durch die Leihgaben und Schenkungen konnten wir die umfangreichen Bestände in den Städtischen Sammlungen des Rollettmuseums und des Stadtarchivs Baden um wertvolle Aspekte ergänzen“, so Scholda.

Ausstellungskurator ist Manfried Rauchensteiner und zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die im Amalthea Verlag erscheinen wird. Die Ausstellung wird am Samstag, 21. April eröffnet und läuft bis 4. November. www.kaiserhaus-baden.at