Baden soll zur Hunde-Vorzeigestadt werden. Drei Badener Lokalpolitikerinnen gründen Hundeplattform Baden „Pfote mit Note“. Der Hund – bester Freund des Menschen – soll in Baden besonderen Stellenwert bekommen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:11)
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Heidi Hofbauer (mit Lotti), Christine Witty und Silvia Dobner machen zum Thema Hund gemeinsame Sache. „Schließlich will ein Hund geführt sein“, betonen sie.

Am Wochenende erfolgte der Start für die Badener Hundeplattform „Pfote mit Note“. Dafür haben sich drei Mandatarinnen zusammen getan – die Gemeinderätinnen Silvia Dobner und Heidi Hofbauer (vormals SPÖ, jetzt ohne Fraktion) sowie Stadträtin Christine Witty („wir badener“).

„Wir wollen zur Erhöhung der Hundesicherheit durch Information beitragen"

„Unser Ziel ist es, dass Baden in Sachen Hundesicherheit und Hundefreundlichkeit zur Vorzeigestadt wird!“, sind sich die drei Gründerinnen einig. Dobner über das Ziel: „Wir wollen zur Erhöhung der Hundesicherheit durch Information beitragen, ein verbessertes Serviceangebot zur Verfügung stellen sowie letztlich mehr Hundehalter, damit die Tierheime leer werden.“

Hofbauer konkretisiert: „Als Plattform versteht sich ‚Pfote mit Note’ als Drehscheibe zwischen Hundehaltern, Experten und der Stadtgemeinde. Wir wollen Anlaufstelle für Anliegen und Informationsstelle für Betroffene und Interessierte sein. Vorfälle mit Hunden zeigen Handlungsbedarf.“

Wie es zur Plattform kam, erklärte Witty: Sie habe 2017 einen Hund aus dem Tierheim wollen und suchte dort um Rat an: „Silvia Dobner, die Obfrau des Badener Tierschutzvereins, und Heidi Hofbauer, Vorstandsmitglied und selbst Hundehalterin, haben mir dabei sehr geholfen.“

Hundesicherheit und -freundlichkeit in Baden soll verbessert werden

Als vom zuständigen Landesrat eine Novellierung des NÖ Hundehaltegesetztes in den Raum gestellt wurde, „haben wir uns zusammengesetzt, um zu überlegen, was man tun kann, um die Hundesicherheit und -freundlichkeit in Baden zu verbessern“, sagte Witty.

Hundepartnerschaft wie in Mödling geplant

Wichtigster Punkt sei, potenzielle Hundehalter zu informieren. Den ersten Infoabend gibt es im Herbst. Sie regen eine „Badener Hundepartnerschaft“ an, nach Vorbild Mödlings. Diese freiwillige Prüfung zu Stadttauglichkeit und Sozialverträglichkeit des Hundes, soll mit einer Reduktion der Hundeabgabe um jährlich 20 Euro als Belohnung verbunden sein.

Sie fordern eine eingezäunte Hundefreilaufzone, exklusiv für Hunde der „Badener Hundepartnerschaft“, da deren soziale Verträglichkeit geprüft wurde. Weiters planen sie mit dem Projekt „Kind und Hund“ eine Offensive in Kindergärten und Volksschulen, um Kinder im Kontakt mit Hunden zu schulen. Und sie veranstalten Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter.

Der erste ist am 27. Mai, 18 Uhr, in der Tierarztpraxis Senoner in Baden. Veranstaltungsleiter Alexander Minnich („hundekompetenz.at“) spendet die Einnahmen des Kurses dem Tierheim.