Michael Wollinger übernimmt Wienerwald Tourismus

Erstellt am 09. Februar 2022 | 06:01
Lesezeit: 3 Min
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Michael Duscher, Geschäftsführer NÖ Werbung, Landesrat Jochen Danninger, Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek und Wienerwald Tourismus GmbH-Geschäftsführer Michael Wollinger auf dem Balkon des Freigutes Thallern.
Foto: Jandrinitsch
Tourismus-Saison startet mit neuem Geschäftsführer. Da Ziel ist klar: Neue Zielgruppen ansprechen und den Wald in Vordergrund rücken.
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Michael Wollinger kennt die Bedeutung von Schnittstellen ganz genau. Die berufliche Karriere des gebürtigen Hinterbrühlers (Bezirk Mödling) ging bis jetzt steil bergauf, weil er jener Mann war, der verschiedene Geschäftsfelder miteinander vernetzte oder neue Organisationsabteilungen aufbaute. Erst bei den Wiener Einkaufsstraßen, wo er für die Steigerung der Frequenz und der Kaufkraft tätig war, dann in der Wiener Wirtschaftskammer.

Bewährtes behalten und mit Neuem ergänzen

Sein Vertrag mit Wienerwald Tourismus ist auf die nächsten fünf Jahre befristet, „beim Hearing hat er sich ganz klar durchgesetzt“, betonte Tourismuslandesrat Jochen Danninger. Die Interessen der Gemeinden innerhalb der Wienerwald Tourismus GmbH als Generalversammlungs-Vorsitzende vertritt Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP.

Die Gemeinden stehen hinter den Themen, die Wienerwald Tourismus ganz oben auf die Agenda gesetzt hat: Kultur, Genuss und Natur. Dabei gelte es, Bewährtes wie etwa „Die längste Schank der Welt“ auf dem Wiener Wasserleitungsweg, sofern es die Pandemie zulässt, wieder aufzunehmen und darauf schauen, dass passgenaue Angebote für Übernachtungsgäste geschnürt werden. Dabei sollen die Gäste nicht nur übernachten, sondern länger in der Region verweilen, besonders angesprochen werden sollen dabei auch Familien.

In puncto Nächtigungszahlen soll in den kommenden Jahren das Vorkrisenniveau von 1.7 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019 erreicht werden. Außerdem soll der Wienerwald durch den Ausbau der Angebotspalette auch in den Nebensaisonen künftig ein Ganzjahrestourismusgebiet werden.

Als neue Partner will man den Biosphärenpark und die Österreichischen Bundesforste verstärkt mit ins Boot holen. Denn eine natürlich vorhandene Ressource der Tourismusdestination Wienerwald soll noch besser erschlossen werden: der Erholungs- und Sportfaktor Wald.

Wald mit allen Sinnen erleben

So soll der Wald mit allen Sinnen erlebt werden können, nicht nur beim Mountainbiken, sondern etwa auch im Rahmen von geführten Touren mit ausgebildeten Guides oder auch beim Ausprobieren, wie der Wald schmeckt, wenn Wein verkostet wird, der in Eichenfässern gereift ist. Entschleunigung und eine neue Achtsamkeit mit der Natur und sich selbst lauten dabei die Schwerpunkte. Wichtig sei, wie Michael Duscher, Chef der NÖ Werbung anmerkte, „dass alle Partner an einem Strang ziehen und dass die Netzwerke unter den Partnerbetrieben noch enger gesponnen werden“.

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