Steinkreis für Baden. Badenerin aktiviert altes Wissen neu und errichtet am Römerberg Steinkreis als Naturdenkmal auf historischem Boden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. Oktober 2016 (05:48)
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Die Badener Lebens- und Sozialberaterin, Autorin und Illustratorin Dagmar Voborny mit einer der Steinplatten, die am Römerberg den Steinkreis bilden.
Fussi

Die Badenerin Dagmar Voborny möchte am Römerberg oberhalb der Wasserleitungsstraße für eine neue Attraktion sorgen. Auf einem brachliegenden Weingarten errichtet sie einen Steinkreis in Gestalt einer Sonne, „als neuer Kraftplatz auf historischem Boden“.

Der Steinkreis namens „Solar“ wird aus 21 Platten aus Donaukalkstein gelegt sein, ein Material, mit dem bereits der Stephansdom und das Parlament in Wien renoviert worden sind. Auf jeder Steinplatte ist ein goldenes Symbol eingraviert, das diverse Fähigkeiten des Menschen stärkt. Für die Ausführung hat Voborny die Badener Steinmetzfirma „Obrostone“ beauftragt.

In der Mitte des Kreises ist eine Spirale mit einem Stein, in dem das Symbol der Lebensformel eingraviert ist. „Dieser Kraftplatz wird mit Sorgfalt gepflegt und und das Grünland bewahrt“, verspricht Voborny. „Die Natur bietet uns einen wunderbaren Platz am geschichtsträchtigen Römerberg mit einem Blick weit in die Thermenregion.“

Keltenfest am Römerberg

Vorgesehen ist auch, dass jeder in der Nähe Obstbäume und -sträucher zur allgemeinen Verwendung pflanzen kann. Auch Workshops sind geplant, ebenso die Gründung eines Vereins. Am 3. November um 17.30 Uhr informiert Voborny im Weilburghof über ihre Pläne und das dazugehörende Wissen.

Am Sonntag, 30. Oktober veranstaltet sie beim neuen Kraftplatz am Römerberg ab 16 Uhr ein Keltenfest (bei entsprechender Witterung). Ihr Wissen um die Steine hat Voborny sich in zahlreichen Kursen vor allem in Deutschland angeeignet. Der Weingarten in Baden wurde ihr von einer Freundin zur Verfügung gestellt. Die Steine finanziert sie aus eigener Tasche.

Voborny lebt seit 46 Jahren in Baden. Sie führte fünf Jahre eine Trafik in der Antonsgasse, war Geschäftsstellenleiterin bei einer Rechtsschutzfirma. Nach einer Krankheit engagiert sie sich in der Schülerhilfe und absolvierte die Ausbildung zur Lebens- und Sozialarbeiterin.