Fotofestival Baden findet statt. Wegen Covid-19 startet Festival La Gacilly-Baden Photo 2020 erst am 14. Juli – bis 26. Oktober.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:23)
Die Orangerie werden heuer Fotos von Sergej Prokudin-Gorski zieren, der die Vielfalt des russischen Zarenreichs festgehalten hat.
Sergej Prokudin-Gorski / Festival La Gacilly-Baden Photo 2020 / Montage

Seit Montag steht offiziell fest, dass es auch heuer wieder ein Fotofestival in Baden geben wird. Zuletzt fragte „wir badener“ Gemeinderat Peter Koczan an, wie der Stand der Dinge sei und schlug vor, für heuer auszusetzen und stattdessen das budgetierte Geld für Corona-Hilfen zu verwenden.

Festivaldirektor Lois Lammerhuber verkündete nun aber, dass das Festival verspätet, aber doch, stattfinden werde. „Die Stadtgemeinde und Festivalleitung haben so lange wie möglich zugewartet, um sicher zu sein, dass alles im Rahmen der so genannten Lockerungsregeln sicher ablaufen kann“, erklärt Lammerhuber die Verzögerung.

Konkret wird das Festival am 14 Juli, dem französischen Nationalfeiertag beginnen und bis zum 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag, andauern. Das sei „ein schöner Rahmen“, findet Lammerhuber. Das Festival wird sich Covid-19-bedingt auf die Fotoausstellungen im öffentlichen Raum beschränken und es wird zum jetzigen Zeitpunkt keine Veranstaltungen geben – weder eine Eröffnung noch Vorträge oder Workshops. Lammerhuber erklärt, dass sich dadurch auch die Kosten verringern würden. Für 2020 reduziere sich das Budget auf etwa die Hälfte. Lammerhuber stellt dazu klar: „Es gibt einen vom Gemeinderat genehmigten Vertrag, der die finanzielle Unterstützung des Festivals regelt. Der Verein Foto Festival Baden erhält von der Stadt Baden im Jahr 2020 eine Förderung von 144.800 Euro.“

„Niemals aufgeben!“ lautet das Motto, das die Arbeiten der Fotografen des Festival La Gacilly-Baden Photo 2020 in zwei Bilder-Zyklen vereine – „Im Osten viel Neues“ und „Renaissance“. „Diese beiden hochkomplexen Erzählungen werden von 30 Fotografen, einem Fotografenkollektiv, der Landesinnung NÖ und je 16 Schulen in Morbihan und Niederösterreich in 2.000 Bilder visualisiert, verbunden mit einem Plädoyer für Frieden, Toleranz und Miteinander“, konstatiert Lammerhuber. Viele Bilder erinnern an den Aufbruch des Ostens und würdige den Kreativschub zeitgenössischer Fotografie in Russland und den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR.

Das Festival erstreckt sich in zwei Schleifen durch das Altstadt-Zentrum sowie durch Doblhoffpark und Gutenbrunner Park fast 7 Kilometer lang.

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