Zwischen Politik und Kultur. August Breininger hat mit Unterstützung von Gabriele Hasmann ein Buch über „unsere kleine Stadt“ geschrieben. Kostproben daraus gibt es bei Benefiz am 13. September.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 13. September 2017 (04:05)
Thomas Magyar
August Breininger schreibt im Kral-Verlag ein autobiografisches Buch.Magyar

Robert Ivancich (Kral Verlag, Buchhandlung Zweymüller, ehemals Käufer von Mohr-Breininger) bat August Breininger schon ewig darum, bei ihm eine Biografie zu schreiben, was aber bisher nie geklappt hat. Nun ist es aber soweit und in Kürze ist das 360-seitige Buch „Unsere kleine Stadt“ fertig, das Breininger selbst verfasst hat, mit Unterstützung durch Bestsellerautorin Gabriele Hasmann, die sich ums Lektorat kümmerte, Namenslisten anlegte, Fotos mit aussuchte, Klappentexte schrieb und alles rundherum mit organisierte.

Herzstück des Buches sind lustige Anekdoten aus den 400 Künstlergesprächen, die Breinger seit 1968 führte. Das Buch sei stets getreu dem Motto des „eisernen Vizekanzlers“ Österreichs, Hermann Withalm: „Man muss nicht alles sagen, was man weiß, aber immer wissen, was man sagt.“ Leider konnte Breininger diesen diplomatischen Grundsatz im neuen Werk nicht immer befolgen. „Denn Diskretion um jeden Preis wird mit der Zeit langweilig. Kleine, wie unabsichtlich platzierte Indiskretionen hingegen sind die Würze jeder Erzählung“, so in der Buch-Bewerbung. Da ihm weiterhin 1.000 Sachen einfallen, sei bereits ein zweites Buch dazu geplant.

Offizielle Buchpräsentation am 16. Oktober

Seine Erinnerungen schreibt sich Breininger immer auf Notizzettel – „so etwas kann man nicht erfinden“. Heuer sind es zehn Jahre, dass er als Bürgermeister zurücktrat. Von 1988 bis 2007 war er einer der längst dienenden Bürgermeister Badens. „Die Zerstörung der Stadtfinanzen“ habe ihn dann zuletzt bewogen, wieder in die Politik zurückzukehren – diesmal für Jowi Trenners Bürgerliste.

Die offizielle Buchpräsentation ist am 16. Oktober, 19 Uhr, im Haus der Kunst. Aber am Vorabend seines Geburtstages, wird Breininger bereits am Mittwoch, 13. September, vorab Kostproben aus dem noch nicht erschienenen Werk bringen. Im Rahmen einer Benefizveranstaltung im Kaiser Franz Josef Museum liest er ab 19 Uhr aus dem Buch und die Besucher können dabei vom „Insider“ köstliche Anekdoten über Schrullen, Typen und Legenden aus der nahen Vergangenheit Badens erfahren. Allfällige Spenden fließen dem KFJ-Museum zu.

Wegen des Buches hat Breininger übrigens seine geplante Dissertation zum Thema „Evolution und Gottesglaube – Berührungspunkte zwischen Glauben und Wissen“ verschoben.